ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Monat: August, 2013

Reisende.r

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Skizze.eines.Besuches

Das wilde Treiben. Der. Kreativität. Im Internet. In den Medien. In der Welt. Überall Action. Hier und dort. Halt. An. Halt an. Stille. Ruhe. Rast. Der Gedanke weicht. Dem Gefühl. Wohl.Fühlen. Ich. fühle. mich. wohl. bei dir. Bei dir. Welt. Mit all den Menschen. Medien. Bäumen. Mit all der Musik. Auch den Trauermärschen. Den Märchen. Mitschwingen. Mitswingen. Mitfühlen. In die Melodie des Lebens fallen. Lassen. Leben. Lachen. Ich hab heute an dich gedacht und du weißt es nicht.

Wolfgang Herrndorf ist tot

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie traurig ich über diese Nachricht bin. Seine Romane habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Auf seinem Blog war ich Dauergast, habe dort verfolgt, wie es ihm ging, wie er mit seinem Romanprojekt voran kam. Und heute die Nachricht, dass er tot ist. Vielleicht durch eigene Hand. Mich hat die Nachricht von seinem Tod sehr getroffen.

Sein Blog ist offline. Abgeschnitten.

R.I.P. Wolfgang Herrndorf. Ich bin sprachlos und erschüttert.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Herrndorf

Sein Blog ist wieder online:

http://www.wolfgang-herrndorf.de/

Verborgen.Geborgen

Seltsam. Lange habe ich nicht gewusst, was es ist. Dass bestimmte Dinge nicht funktionieren wollten. Überlegt habe ich, meditiert, gefragt, gegrübelt, gelesen, diskutiert, gehört. Erklärungsversuche, Antwortversuche, doch die Unsicherheit blieb. Die unbeantwortete Frage. Was ist los? Was ist los mit mir? Und dann das passende Buch. Der aufgeschnappte Satz. Fetzen von Sprache im Vorbeigehen irgendwo. Und irgendwas trifft. Kopfnicken. Zustimmung. Auch das Herz ist dabei. Endlich eine Antwort, die stimmig erscheint, ist eine Erlösung. An den darauf folgenden Tagen, durchmischt von Gedanken, Bildern und Träumen, sackt die Wahrheit tiefer und tiefer. Macht sich breit in mir. Wächst weiter. „Wer Ideen pflanzt, darf ihr Wachstum nicht fürchten“. (Verf. unbek.) So ist es. Ich habe verstanden. Und wie in einem Dominospiel passieren Geschehnisse aus vergangenen Tagen mein Bewusstsein. Das Nicken bleibt. Ja, es stimmt. Ich weiß es nun.  Endlich. Manche Dinge dauern länger, weil sie verborgen sind, obwohl sie nicht verborgen sind. Es gibt was zu erledigen.

© mp

Wie.Ertragen?

Maß.nahme.

Sich nicht zu wichtig nehmen.
Sich wichtig nehmen.
Den Unterschied verstehen.
Maß nehmen.
Immer wieder.
In alle Richtungen
Neu sehen
lernen.

© mp

o.o 088

Always.A.Woman.

Gewillt. Getilt. Geteilt. Geheilt.

Dies ist ein Experiment. Hier. Eine Sache zwischen mir und mir. Ja, es ist mir Ernst damit. Ich behüte meinen Hut. Unsichtbar. Ziehe. Ich. Aus. Dem. Hut. Was. Darin. Ist. Wer hat das alles dort hinein gelegt? Wer hat das alles dort hineingelebt? Zögernd ziehen. Zugweise. Zaudern. Zirpen. Sich trauen. Vertrauen. Zu-trauen. Ich. Mir. Dir. Ver-trauen. Ich, die immer verstanden werden wollte. Ich, die immer verstehen wollte. Fazit heute: Ein Satz mit X. Ich glaub, ich steh im Walde. Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum. Und wenn die Gans gestohlen ist, dann fuchst das den Bauern. This is brainstorming. This is the life. Wenn Du das tust, wovor Du Dich fürchtest, dann fürchtet sich Besagtes und flüchtet. Deal? Aber ja. Jedenfalls so nach und nach. Und ich verspreche, bei mir zu bleiben. Mir zittern die Sätze. Es riecht herbstlich. Der Frühling sitzt mir im Herzen. Die Tür steht sperrangelweit offen und ich angle mir ein Herz. Verhakt. Vertagt. Verliebt. Wenn Du so weiter machst, dann bleibe ich. Ich beginne schon zu träumen. Lass mich doch. Und wenn Du nichts verstehst, macht das rein gar nichts. Wir haben Zeit. Der Himmel ist wolkenlos. Ich bin bereit.

© mp

Re.Pa.Rie.Ren

Look. Straight. On. Off. Go!

Es ist schon seltsam, dieses Wollen und nicht Können. Diese Wechsel von „Ich weiß“ zu „Ich weiß gar nichts“. Auf und Ab. Und der Wunsch das Leben heranzuzoomen. Besser zu verstehen. Mehr zu verstehen. Die anderen. Die Welt. Mich. Versuche, gelungene und klägliche, Einfluss zu nehmen, einzufließen ins Neue. Nicht genügend Augen haben, um beurteilen zu können, ob ich mich bewegt habe. Es fühlt sich so an, ja. Sogar äußerlich ist es sichtbar. Und doch weiß ich nichts. Die Worte, die ich zum Beschreiben verwenden möchte, reichen nicht. Wie zu kurz gewordene Hosen. Eingelaufene Worte. Versuche. Hingeworfene Texte. Abbild von Leben in Sprache. Es ist schon seltsam, dieses Wollen und nicht Können.

 

© mp

50.ways.to.leave.ways

Gut soll es sein. Nützlich. Vielleicht. Jedenfalls sorgfältig. Freundlich. Offen. Vorgefertigte Pakete. Und das Scheitern an den Kanten. Die Neudefinition nicht wollen, weil sie ebenso einengen könnte, wie die bisherige. Warten, wünschen, wollen. Sich selbst einschränken durch Gedanken. Wünsche. Erwartungen. Eigenes und Fremdes. Abgelegt irgendwo. Auf dem Weg zur Handlung fließen sie ein in Sätze, Köpfe, Gedanken. Versuche des Loslassens. Ich gehe soweit ich gehen kann. Ich gehe, so gut ich kann. Abstreifen. Neuwerden. Scheitern. Die Route ist bekannt. Es gibt nichts daran auszusetzen. Nichts daran abzulehnen. Das Ticken der Zeiger. Die Bewegung im Kreis. Zulassen. Auflassen. Loslassen. Ich hab die Leiter hingestellt. Betreten auf eigene Gefahr. Das Gegenteil dessen suchen, was bislang da war. In die Ausgewogenheit gehen. Zulassen-können. Öffnen. Jetzt erlauben Laubhaufen aufzuwirbeln. Mist. So ist es gut.

 

© mp

Lernen

Es gibt so viele Arten und Möglichkeiten des Selbstbetrugs. Das Gefühl ist das untrügliche Zeichen ob etwas in Ordnung und stimmig ist oder nicht. Gegen das Gefühl zu handeln, weil es vielleicht leichter ist, gewohnter, gewöhnlicher und bequemer, zahlt sich nie aus. Im Gegenteil. Man handelt gegen sich selbst und seine eigene Wahrheit. Achtsam sein und in sich hören, auf sich hören, in sich gehen, auf sich zugehen. Dem Gefühl zu folgen, das gilt es zu lernen, immer wieder. Immer schneller. Dem Gefühl trauen. Sich trauen. Dem Leben.

 

© mp