ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Spontan

Herbstlich

Gedanklich gelassen sein, ausruhn, sich von Nichts stören lassen,
das ist so ähnlich wie Träumen im Kino.
Im September wechseln die Bäume ihr Kleid, grünbraunrot
ist die Farbe des Herbstes.
Macht Ihr mit beim Umarmen der Bäume ?
Es geht immer der Reihe nach, einer nach dem anderen.
Wenn ich dran bin, dann höre ich dem Baum zu,
was er mir zu erzählen hat.
Für diese Woche habe ich mir nur die Bäume in meiner Straße
vorgenommen, möchte jeden Tag die Umarmungen erledigen.
Und auf das, was die Bäume zu erzählen haben,
freue ich mich besonders.

© mp

 

(Ich habe soeben den Montagsstarter entdeckt und spontan ist der obige Text/Gedicht entstanden. Zwar ist heute Freitag, aber das macht ja nichts. Es gibt vom Montagsstarter ein paar (angefangene) Sätze, die Leerstellen enthalten und ausgefüllt werden sollen. Hier der Link zur Seite, falls jemand schauen möchte: http://blog.martinsminds.de/aktionen/montagsstarter-no-3717-%201928/)

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Wir sehn uns …

auf dem Lollapallooza-Festival, oder? Auf geht’s! Ich freue mich!

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Julibäum … Jubiläum

An meine lieben Leserinnen und Leser! Wir feiern Geburtstag! Nein, nicht meinen, der kommt erst noch, sondern Bloglubijäum, Verzeihung: Blogjulibäum, Kruzifix! Bloggeburtstag! Im Juli 2013 startete ich dieses Blog mit der Idee, mindestens ein Jahr lang Gedichte, Prosa, Gedanken hier zu posten. Nun geht es bereits ins fünfte Jahr! Ich freue mich sehr, dass Ihr dabei seid! Danke fürs Kommentieren, Diskutieren und Inspirieren. Danke für Eure Besuche, fürs Lesen, fürs Folgen, für Eure Likes und Herzchen, Eure Smilies, Komplimente und für Eure Wertschätzung. Schön, dass es Euch gibt. Happy birthday und Danke an Euch alle! Eure Wolkenbeobachterin

Filmtipp heute Abend auf arte, 21.50 Uhr

Ich hatte kürzlich über diese Doku, die ich im Kino gesehen habe, schon in meinem Filmblog erzählt. Hier der Link:
https://filmkalender.wordpress.com/2015/05/31/lust-sound-in-west-berlin/

Unbedingt ansehen! Großartige Doku über West-Berlin. Tolle Musik, toller Schnitt, mitreißend erzählt! Nicht verpassen!

Sprechen Sie Türkisch?

Seit gerade eben, ist mein Blog auf Türkisch umgestellt, dabei habe ich nichts weiter gemacht, als mich Einzuloggen. Wenigstens ist mein Blogname noch derselbe, ansonsten steht da alles in einer mir wenig bekannten Sprache. Beispiele gefällig? Vielleicht möchte ja jemand türkisch lernen? Lektion eins: 2 Yorum heißt, so vermute ich: Zwei Antworten. Paylaşım butonlarını göster. Das hat mit der Reblog-Funktion zu tun, wenn ich das richtig erinnere. Denn es ist so, dass ich mich lediglich daran orientiere, woran ich mich erinnere: „Wo war welcher Button? Welche Funktion?“ Jedenfalls, das Lustige an dem hier ist, dass ich erst gestern Abend jemandem sagte, ich sei noch mit Neuorientierung beschäftigt. Dass ich jetzt Türkisch lernen sollte ist also ein Wink des Schicksals? Dahin geht die Reise? Oder ist es ein Fehler von WordPress? Wie ist es für Euch, wenn Ihr die blogüblichen Angaben lest? Stehen die da auf Deutsch oder auf Türkisch? Was muss ich denn nun Anklicken zum Posten? Oh man. Ah, Yayinla. Zum Glück ist der Button grün, ansonsten rufe ich mir wohl besser ein Wörterbuch auf. Ich würde Euch ja nun gern einen schönen Tag auf Türkisch wünschen, aber so weit bin ich noch nicht. …. Ah. Einfach posten geht anscheinend auch nicht. Da erscheint diese Meldung:

 

Diese Webseite ist nicht verfügbar

Die Webseite unter https://stadtzottel.tr.wordpress.com/2014/06/30/sprechen-sie-turkisch/?postpost=v2#content ist möglicherweise vorübergehend nicht erreichbar oder wurde dauerhaft auf eine neue Webadresse verschoben.
……
Edit zwei: Und jetzt ist wieder alles in Deutsch? Ich nix capito. Hat sonst noch wer von Euch technische Probleme mit der (= Eurer) Web-/Blogsite hier?
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Der Tag X

Heute also. Stichtag. Einsendetag. Letzter Tag. Heute werden Träume verschickt. Drucker belastet. Worte gekostet. Über vierzig Texte warten, ob sie erwählt werden. Ob sie in den Umschlag kommen. Ob sie schließlich von dozierenden Augen gelesen werden. Wer weiß, vielleicht wollen sie gar nicht? Schließlich sitzt am anderen Ende jemand, der einen Stempel drauf haut. „Gut“. „Miserabel“. „Akzeptabel“. Die Gedichte zittern. Die Prosa lehnt sich an sie: „Kommt her, wir tun uns alle zusammen. Zusammen sind wir stark.“ Und dann sind da noch die kleinen Episoden. Sequenzen. Nicht zu vergessen die, die nicht in Frage gekommen sind. Ein paar Geschichten haben es nicht in die letzte Runde geschafft. Schon bevor es in die Post ging. „Tut mir leid. Um dich muss ich mich noch mal an anderer Stelle kümmern. Für dich will ich mir mehr Zeit nehmen, als ich jetzt habe“. Die Geschichten nickten. Die Gedichte nickten. Die Zeit ist  noch nicht reif. Für andere schon. Und die warten nun gespannt, ob sie es aufs Siegertreppchen schaffen. Die letzten Tage waren interessant, arbeitsam und auch anstrengend. Ich habe stundenlang an meinen Texten gearbeitet, die Zeit verging im Fluge. Es gibt und gab keine konkrete Vorgabe, welcher Art die Texte sein sollen, was ich gut finde. „Reichen Sie zum Thema „Herbst“ ein Gedicht, ein Sonett, eine Kurzgeschichte, ein Haiku, ein Senryu und einen Essay ein“ – da wäre ich schon raus gewesen, bevor es angefangen hätte. Es ist schon richtig so, diese „keine Vorgabe“ bis auf die 20 Seiten Textbegrenzung. Also musste ich selbst eine Richtung finden, eine Sortierung quasi, eine Auswahl treffen. Es bedeutete ein stetes inneres Ringen. Ein stetes innere Abwägen: Ist das gut genug? Die Frage nach dem „Wert“ dessen, was man abgibt. Es kritisch beäugen. Zweifeln. Beruhigen. „Es wird sich fügen. Es kommt, wie es gedacht ist.“ Die Texte sind gut. Der Weg, den die Texte nehmen. Der Weg, den die Gedanken nehmen. Die Gefühle. Nicht nur die Texte wurden bearbeitet, auch ich selbst habe mich durch diesen Prozess verändert. Einen anderen Blick bekommen, auf mich, das, was ich tue und auf meine Texte. Und am Ende? Ein Umschlag. Die Idee eines Traumes. Das hier könnte die Basis sein. Vielleicht. Das eine übernehme ich. Das andere machen die anderen. Vielleicht passt es. Vielleicht nicht. Alles kann, nichts muss. Heute bringe ich auf den Weg, woran ich die letzten Jahre, Wochen, Monate gearbeitet habe. Noch bin ich ganz entspannt. Ich habe Zeit, bis die Post schließt. Gleich geht es ans Entscheiden. Und dann ans Sortieren. Und dann geht es zur Post. Spannend! Irgendwo las ich, dass es diese „letzten Termine“ bräuchte, damit die Dinge fertig würden. Stimmt. Die besondere Anspannung, die erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit. Heute also. Stichtag. Einsendetag. Letzter Tag. Heute werden Träume verschickt. Mal sehen, was draus wird.

 

© mp

Gedanken.zum.War-ten.

Warten ist eine innere Einstellung. Dann, wenn wir es bewusst tun, dann empfinden wir Zeit. Wenn ich beschäftigt bin, dann warte ich nicht. Dann bin ich nicht in Gedanken und tatsächlich aktiv damit beschäftigt, dauernd auf die Uhr zu sehen. Die Zeit vergeht während ich etwas tue.

Wenn ich auf einen Termin warte, auf eine Verabredung, auf eine Nachricht, auf eine Diagnose – dann verschieben sich die Dinge mitunter. Das heißt, ich erlebe mich – in Abhängigkeit – zu einem, etwas oder jemandem anders. Es ist eine Art Fremdeinfluss und unterliegt nicht „meiner Macht.“ Wohl aber obliegt mir, OB ich warte.

Ich muss auf niemanden warten, ich kann geh’n. Ich kann eine Nachricht auch später lesen. Ich kann sagen: Ich bin dann mal weg.

Dann gibt es noch das „kleine Warten“. An der Tankstelle. Im Supermarkt an der Kasse. Vor der Ampel. In der Schlange bei der Post. In der Kirche.

Im Grunde sind dies die Momente, in denen man es genießen kann / könnte, dass man ein paar Minuten für sich hat. Zwischen dem einen und dem anderen Termin ist Zeit – für mich -. Meist ist es aber so, dass Termine oder Dinge, die man zu erledigen gedenkt drängeln, aber nur deshalb, weil wir es so denken.

Muss ja so nicht sein. Ich kann auch sagen: Erst mach ich dies, dann mache ich das. Und wenn keine Zeit mehr für das ist, dann mache ich das morgen.

Es ist also auch eine Frage, wo wir (mental und real) sind – mit uns selbst, mit unseren Gedanken, Ideen, (vermeintlichen) Aufgaben und Aufträgen.

Bin ich da, wo ich bin, oder bin ich schon beim nächsten Termin, bei der nächsten Aufgabe?

Es gibt Menschen, die verabreden sich und wenn man sie trifft, gucken sie dauernd auf die Uhr. Sie haben einen weiteren Termin. Sie sind weder hier da, noch sind sie dort da, wenn sie dort sind. Weil sie in Gedanken und mit dem, was sie sind, nie da sind, wo sie sich gerade aufhalten.

Warte-Zeit ist immer auch Zeit. Zeit, die genutzt werden kann. Zum Durchatmen, zum Ausruhen. Wenn man es sich möglich macht.

 

© mp

(Danke an Guinness, der mich zu diesem Thema inspiriert hat.)

http://guinness44.wordpress.com/2014/03/18/es-ware-wirklich-schon-wenn-man-schneller-warten-konnte/

about.the.city.that.never.sleeps.and.what.it.means.to.me.

die stadt, die nie schläft. das ist ja etwas, das man über new york sagt. aber das stimmt nicht. also, das stimmt schon, aber es stimmt auch für andere städte. für meine zum beispiel. meine schläft nämlich auch nie. und weil sie nie schläft, schlafe ich auch wenig. im haus gibt es neue mieter. nicht, dass ich sie schon zu gesicht bekommen hätte oder ein namensschild entdeckt hätte oder einen umzugs-einzugswagen. nichts habe ich gesehen und trotzdem weiß ich bescheid. wie das kommt? sie haben jemanden vorgeschickt. keine anstandsdamen. anstandsherren auch nicht. aber ein paar handwerker. die haben sie aufgefordert, die wand zu meiner wohnung durchzuhämmern. vornehmlich morgens vor acht uhr. auch, wenn ich lange gearbeitet habe. da besonders gern. ich höre, wenn sie kommen. und ich glaube, sie möchten auch, dass ich das höre. denn das erste, was sie machen, wenn sie kommen, ist steine durch die wohnung zu werfen. ziegelsteinweitwurfparade. direkt im nebenzimmer. aber nur so lange, bis ich richtig wach bin. dann ist erstmal ruhe. aber diese ruhe währt nicht ewig, schon bald geht es in die nächste trainingsrunde. wenn sie mit dem ziegelsteinweitwurf fertig sind, üben sie sich in einer weiteren disziplin – wanddurchschlagen. heute morgen dachte ich, sie würden gleich die steine in meinem schlafzimmer aufschichten. vielleicht kann man sie ja noch mal für irgendwas gebrauchen. jemanden an den schädel schmeißen zum beispiel. gebannt saß ich auf meinem bett und starrte die wand an. ich folgte dem geräusch, dem schlagen des hammers. bumm. bumm. bumm. „gleich sind sie durch“, dachte ich. vorsorglich tat ich einen blick hinter den schrank. wenn sie da landeten, würde ich es nicht sofort sehen. das hämmern hörte auf. die wand blieb ganz. völlig tiefenentspannt stand ich auf und kochte mir einen kaffee. dann schob ich den schrank von der wand ab. und installierte eine kamera. wenn, dann würde ich das material an rtl verkaufen. oder sat1. oder pro7. vielleicht.

 

© mp

Skizze.eines.Besuches

Das wilde Treiben. Der. Kreativität. Im Internet. In den Medien. In der Welt. Überall Action. Hier und dort. Halt. An. Halt an. Stille. Ruhe. Rast. Der Gedanke weicht. Dem Gefühl. Wohl.Fühlen. Ich. fühle. mich. wohl. bei dir. Bei dir. Welt. Mit all den Menschen. Medien. Bäumen. Mit all der Musik. Auch den Trauermärschen. Den Märchen. Mitschwingen. Mitswingen. Mitfühlen. In die Melodie des Lebens fallen. Lassen. Leben. Lachen. Ich hab heute an dich gedacht und du weißt es nicht.

Gewillt. Getilt. Geteilt. Geheilt.

Dies ist ein Experiment. Hier. Eine Sache zwischen mir und mir. Ja, es ist mir Ernst damit. Ich behüte meinen Hut. Unsichtbar. Ziehe. Ich. Aus. Dem. Hut. Was. Darin. Ist. Wer hat das alles dort hinein gelegt? Wer hat das alles dort hineingelebt? Zögernd ziehen. Zugweise. Zaudern. Zirpen. Sich trauen. Vertrauen. Zu-trauen. Ich. Mir. Dir. Ver-trauen. Ich, die immer verstanden werden wollte. Ich, die immer verstehen wollte. Fazit heute: Ein Satz mit X. Ich glaub, ich steh im Walde. Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum. Und wenn die Gans gestohlen ist, dann fuchst das den Bauern. This is brainstorming. This is the life. Wenn Du das tust, wovor Du Dich fürchtest, dann fürchtet sich Besagtes und flüchtet. Deal? Aber ja. Jedenfalls so nach und nach. Und ich verspreche, bei mir zu bleiben. Mir zittern die Sätze. Es riecht herbstlich. Der Frühling sitzt mir im Herzen. Die Tür steht sperrangelweit offen und ich angle mir ein Herz. Verhakt. Vertagt. Verliebt. Wenn Du so weiter machst, dann bleibe ich. Ich beginne schon zu träumen. Lass mich doch. Und wenn Du nichts verstehst, macht das rein gar nichts. Wir haben Zeit. Der Himmel ist wolkenlos. Ich bin bereit.

© mp

Lernen

Es gibt so viele Arten und Möglichkeiten des Selbstbetrugs. Das Gefühl ist das untrügliche Zeichen ob etwas in Ordnung und stimmig ist oder nicht. Gegen das Gefühl zu handeln, weil es vielleicht leichter ist, gewohnter, gewöhnlicher und bequemer, zahlt sich nie aus. Im Gegenteil. Man handelt gegen sich selbst und seine eigene Wahrheit. Achtsam sein und in sich hören, auf sich hören, in sich gehen, auf sich zugehen. Dem Gefühl zu folgen, das gilt es zu lernen, immer wieder. Immer schneller. Dem Gefühl trauen. Sich trauen. Dem Leben.

 

© mp