ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Nachrichten

Julibäum … Jubiläum

An meine lieben Leserinnen und Leser! Wir feiern Geburtstag! Nein, nicht meinen, der kommt erst noch, sondern Bloglubijäum, Verzeihung: Blogjulibäum, Kruzifix! Bloggeburtstag! Im Juli 2013 startete ich dieses Blog mit der Idee, mindestens ein Jahr lang Gedichte, Prosa, Gedanken hier zu posten. Nun geht es bereits ins fünfte Jahr! Ich freue mich sehr, dass Ihr dabei seid! Danke fürs Kommentieren, Diskutieren und Inspirieren. Danke für Eure Besuche, fürs Lesen, fürs Folgen, für Eure Likes und Herzchen, Eure Smilies, Komplimente und für Eure Wertschätzung. Schön, dass es Euch gibt. Happy birthday und Danke an Euch alle! Eure Wolkenbeobachterin

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Jahresausklang

Hallo meine Lieben, 2016 liegt in den letzten Zügen, ein turbulentes und aufwühlendes Jahr geht zu Ende. Wie war Euer Jahr? Meines war ein Schweres, mit viel Traurigkeit, Verlusten und Abschieden, Kummer und Tränen, auch mit viel Freude, Musik und Büchern, mit vielen Erkenntnissen, auch Schocks, Fehlern und Einsicht. Ich bin immer noch dabei, mich auseinander und wieder zusammen zu setzen, im Stillen und in Abgeschiedenheit, weshalb es auf meinem Blog ruhiger war und ist als sonst. Ich hatte häufig keine Worte, insofern war das Nicht-schreiben eine zwangsläufige Konsequenz, manchmal sind Rückzug und Ruhe einfach notwendig. Ich haderte mit vielem, auch mit mir selbst, auch mit dem Schreiben. Manches habe ich verstanden und gelernt, anderes noch nicht. Inzwischen ist etwas Ruhe eingekehrt, ich lerne seit ein paar Monaten ein neues Instrument, die Bauarbeiten am Haus sind zu Ende, ich bin nach wie vor Nichtraucherin und will es auch bleiben, ich habe meine Zuversicht wieder gefunden, die Worte sind mir manchmal wieder zugetan, so ganz will es aber noch nicht. Es braucht noch Zeit und Geduld. So ist es mit allem. Ich freue mich, dass Ihr mir trotz der zeitweisen Funkstille erhalten bliebt und viele neue Follower/innen hinzu kamen. Danke dafür.
Ich wünsche Euch allen einen guten Jahreswechsel, einen schönen Ausklang eines aufrüttelnden Jahres, wie auch immer Ihr den Übergang gestalten mögt, macht es so, dass es Euch gut und wohl ist. Lasst es Euch gut gehen! Kommt gut rein ins neue Jahr. Ich wünsche Euch das Beste. Liebe Grüße, Eure Wolkenbeobachterin

B L O G P A U S E

Fremde Männer gucken mir beim Schlafen zu

Ich wohne jetzt im Erdgeschoss. Dabei bin ich gar nicht umgezogen. Aber jetzt wohne ich im Erdgeschoss. Quasi. Wenn man im Erdgeschoss wohnt, können Hinz und Kunz rein gucken. Bei mir sind es ungefähr zehn polnische Bauarbeiter, deren Namen ich nicht kenne. Sie haben sich nicht vorgestellt, wie man sich vorstellen kann. Was außerdem unvorstellbar ist: Die mir seit einiger Zeit beim Schlafen, Wohnen, Kochen, Essen und Leben zugucken. Ich bin umzingelt. Der Vermieter rüstet auf und hat einrüsten lassen. Das Haus wird modernisiert. Rundherum spazieren nun die Bauarbeiter. Es wird eine Verkleidung am Haus angebracht, die gar nicht angebracht ist. Die Wärmedämmung, die das Haus zukünftig leichter entflammbar macht, wird jetzt aufgebracht. Aufgebracht waren wir Mieter im Haus darüber, weil die Wärmedämmung nämlich gar nicht nötig ist. Es war immer schön warm hier. Im Sommer angenehm kühl, im Winter angenehm warm. Ab jetzt ist es auch im Winter kühl und wir müssen mehr heizen. Außerdem könnte es sein, dass der Schimmel kommt, das sind hervorragende Aussichten. Apropos Aussichten: Die Bauarbeiter sind schon da, sie fangen früh an diese Woche. Schon um halb sieben haben sie sich auf der Straße breitgemacht. Dann sind sie nach und nach aufs Gerüst geklettert und haben laut knallend die Treppen herunterfallen lassen, über die sie übers Gerüst klettern können. Nachdem alle im Haus hochgeschreckt und halbwach sind, schneiden sie die Kunststoffknirschplatten direkt vor dem Fenster zu. Und kommentieren dies laut gröhlend mit durchdringend scharfer Stimme. Die Stadt schläft, nur wir sind jetzt alle halbwach. Modernisierung macht Spaß. Man zieht quasi um, ohne umgezogen zu sein. Es ist ein neues Wohnerlebnis, sich bei allem zugucken lassen zu müssen. Und obendrein gibts eine ordentliche Mieterhöhung. Toll.

© mp

Merry Xmas

Hallo Ihr lieben Zuckerhüte, Vorderknusprer, Weihnachtsgustler, ich wünsche Euch allen schöne Weihnachten, gesellige, angenehme Tage und Abende, irgendwo, an einem leckeren Plätzchen oder einem schönen Ort mit lieben Menschen. Schnee wird es dieses Jahr nicht geben, es wird fast frühlingshaft warm. Frohe Weihnachten. Schön, dass Ihr mich lest, schön, dass Ihr da seid, schön, dass es Euch gibt. ❤ ❤ ❤

Wie kann man die alte Statistik-Übersicht aufrufen?

Seit letzter Nacht kann ich die alte Statistikübersicht nicht mehr aufrufen. Die neue finde ich unübersichtlich und wenig hilfreich. Auch die letzten Monate habe ich jedes Mal, wenn ich nach Statistiken geschaut habe, die alte Ansicht angewählt. Das geht seit gestern nicht mehr. Mit der neuen Übersicht kann ich nichts anfangen, unübersichtlicher und unnützer Quark. Weiß jemand, wie man die alte Darstellung aufruft? Der Button, der zur „alten Übersicht“ führte, ist vollständig entfernt.

Traurig

Der Schauspieler Robin Williams hat sich das Leben genommen.

R.I.P.

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Zell.teilung.

Manchmal weiß man nicht, wo man anfangen soll. Heute ist solch ein Tag. Ich fühle mich merkwürdig. Alles geht durcheinander, innen drin, im Kopf, im Bauch. Die gestrige Selbstmordankündigung eines Bloggers hier bei wordpress. Pascal. Und wie es aufwühlt und erinnert. Auf einer bestimmten Ebene sind wir alle miteinander verbunden und doch kann man sich so endlos allein und verloren fühlen. Der Hilferuf eines anderen, der an das eigene Rufen erinnert, was auch immer es ist, wonach jemand ruft. Nicht immer ist es zu hören, manches Rufen geht nur nach innen, weil es keine Worte hat oder etwas anderes fehlt. Alles durcheinander. Ich fühle mich leer, als wären mir alle Worte ausgegangen und doch denke ich und doch schreibe ich. Ich habe heute zufällig in einem Nebensatz erfahren, dass meine Stiefmutter verstorben ist. Ich weiß nichts. Nichts über die Umstände und den Zeitpunkt, nur das. Tränen. Ich mochte sie gern. Gestern jemandes Hand gegriffen, heute jemanden verloren. Versuche der Annäherung. Immerzu. Überall. Reden. Schweigen. Flüstern. Schreien. Lachen. Verletzendes und Verbindendes. Gespräche und der Versuch einander verständlich zu machen, zu sagen, zu zeigen, dass man sich mag, dass man versteht, dass man sich verzeiht und verziehen hat und doch nicht wieder so zusammen finden, wie es mal war. Ich weine. Es sitzt mir alles in den Knochen. Nachtschichten. Verluste. Scheitern. Menschen, die nicht berührbar sind, die Steine in sich züchten, Unversöhnlichkeit und Häme. Missverständnisse und Gespräche, die nicht geführt werden oder wurden. Das Unabgeschlossene, das einen eigenen Schlüssel braucht um irgendwo gelassen zu werden, um es irgendwo zur Ruhe kommen zu lassen und doch immer das Aufbrechen dessen, was nicht greifbar ist und nicht begriffen werden konnte. Lose Enden, lose Worte und Gedanken, die sich in Wunden legen. Es ist niemand mehr da. Meine Eltern sind tot, auch mein Stiefvater, meine Stiefmutter. Ich habe Geschwister. Die leben. Ich kann heute niemanden anrufen. Es ist eine seltsame Leere in mir an diesem Tag und doch sind da viele Gedanken und Gefühle. Manchmal kann ich es einfach nicht fassen, alles das, was da ist, die Fülle, die Leere, es ist eine Gnade, wenn die Worte kommen, ich sie greifen kann um zu begreifen. Es gibt so viele Überschneidungen, Überlappungen mit anderen, auch mit denen, die man nicht kennt. Hier ein Verstehen, da ein Unverständnis, ein Wunder(n). Dort ein geteilter Schmerz, geteilte Gedanken und Freude. Man begegnet sich, man tauscht sich aus, man geht aneinander vorbei, man teilt sich (mit) und etwas vom anderen bleibt in uns und etwas von uns verbleibt im anderen. Zellteilung. Verbindung aufnehmen. Morsen. Zeit mit etwas verbringen. Zeit miteinander verbringen. Zeitteilung. Ich weiß nicht, wohin dieser Text will und das entspricht meiner heutigen Verfassung, wie alles das, was ist und geschieht im Leben etwas anderem, Größerem entspricht. Gestern sagte ich, dass die Dinge sacken müssen, dass wir ihnen Zeit geben müssen, sie sacken zu lassen. Ich lasse sie sacken, hole sie hervor und sehe sie an. Ich versuche zur Ruhe zu kommen. Ein Spaziergang wird mir gut tun. Draußen scheint die Sonne und im Fernsehen weint ein Baby. Ein französischer Film mit einer eigenwilligen, sympathischen Hauptfigur. Liebenswert. Alles hat mit allem zu tun. Aus allem kann man etwas lernen. Manchmal braucht es einen Tag oder zwei. Manchmal dauert es Jahre. Manches lernt man nie. Manchmal muss man über alles lachen. Auch über sich selbst. Gestern hatte ich vor, einen Teil einer (versprochenen) Geschichte über einen Hund zu veröffentlichen und dann kam alles anders. Wie im richtigen Leben. Manchmal wird man fertig, manchmal nicht. So ist es hier und überall. In meinem Leben, in dem der Marktfrau, des Handwerkers und wem auch immer – wir begegnen Leben und wir sind Leben. Dieses Posting will nirgends hin. Nur ins Blog. Dahin lasse ich es jetzt frei. Alles andere dann später. Sofern die Worte wollen.

© mp

Jubiläum! Jubiläum! Mein Blog wird 1 Jahr

Heute auf den Tag genau begann mein „Experiment“ mit diesem Blog. Nach einer gefühlt ewig  l-a-n-g-e-n Schreibblockade war das für mich die Herausforderung und sie ist vollbracht! Die Buchstaben wollen wieder, die Worte wollen wieder. Tolles Gefühl! Vielen lieben Dank an alle Leser und Follower, alle Kommentierer und Diskutierer, alle Gucker, Vorbeihuschenden und Mitlachenden. Es war ein schönes, ereignisreiches Jahr mit Euch mit Ups and Downs, Erfolgen und Scheitern, Tränen und Lachen. Danke, dass Ihr da seid! Für alle die, die nicht mehr dabei sind: Danke, dass Ihr da wart! Und: Es geht weiter! Yeah! Liebe Grüße von den Ameisen im Kirschblütenhaufen. Und von mir.