ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

portraits, poses and proportions

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Hintergrund zu diesen Zeichnungen ist ein Portraitkurs, den ich letzten Sonntag besucht habe. Es war eine Übung in Live-Drawing sozusagen, d.h. eine Person, die vor Ort ist zu zeichnen, auch verschiedene Posen zu zeichnen. Die Zeit war jeweils begrenzt. Das größere Bild ist nach etwa 30 Minuten entstanden, die anderen zwischen 5 und 15 Minuten Zeichendauer. Eine interessante Erfahrung, die Spaß gemacht hat. „Normalerweise“ brauche ich viel länger für eine Zeichnung, deshalb hat mich „das schnelle Ergebnis“ positiv überrascht. Und „normalerweise“ zeichne ich auch nicht so klein, sondern ab DIN A4 bis DIN A2.

der affe

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hallo ihr lieben, kürzlich hatte ich ja schon mal erwähnt, dass ich mich hin und wieder an zeichnungen versuche, deren grundlage fotos anderer blogger sind. so auch dieses mal. begeistert folge ich schon seit langem docugraphy und bewundere dessen großartige, dokumentarische fotos. vor einiger zeit hatte er diesen hübschen affen gepostet und mir erlaubt, diesen zu zeichnen. es ist eine annäherung. es war schwieriger, als ich dachte. das originalfoto hier: docugraphy, blog von ulf krone . ein erneutes danke an ulf!

abendlicht

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abends

der spaziergang
am märkischen ufer
septemberlicht
spiegelt sich
in den wellen
der herannahende
herbst liegt schon
in der luft

© mp

be like water

Marens Urknall

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Immer wieder kommt es vor, dass ich wundervolle Fotos bei anderen Bloggern entdecke und diese gern zeichnen möchte. So auch dieses Mal. Ich habe Maren gefragt, ob ich ihr Foto als Vorlage verwenden darf, sie erlaubte es mir. Hier der entsprechende Beitrag von ihr direkt verlinkt und das dazugehörige Foto. Maren und ihre Geschichte zum Urknall Vielen Dank, liebe Maren.
Ich habe bislang sehr selten dickes, farbiges Papier als Grundlage für eine Zeichnung verwendet, genau gesagt nur einmal und das ist nichts geworden. Weil ich einen neuen, anderen Zugang versuchen wollte, habe ich es hier probiert und zwei verschiedene Fineliner verwendet. Der Titel für das Bild bezieht sich auf Marens Beitrag.

Streicheln

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ein schöner tag, der letzte im august

himmelblauer blick von oben, sonnenstrahlen, der tag meint es gut. eine freundin erzählt mir von einer ausstellung nahe der u-bahnstation kottbusser tor. eine, die man besuchen kann, ohne sich vorher anmelden zu müssen. ein lichtblick. das, was bislang selbstverständlich schien, nämlich, „einfach drauflos“ zu leben, spontan etwas zu genießen, das scheint es fast nicht mehr zu geben. immer noch liegt der mantel von corona über allem, dämpft die stimmen, dämpft die angebote, dämpft den enthusiasmus. fast alles muss jetzt geplant werden. früher, denke ich schon fast, als sei es jahrzehnte her. früher, da konnte ich spontan ins kino gehen, oder in eine ausstellung, oder ins schwimmbad. spontan zu einer lesung, zu einem konzert, auf ein festival oder irgendwo tanzen gehen. oder verreisen. „früher“, da musste ich nicht schon vorher wissen, von wann bis wann ich im museum umherspazieren will, oder von wann bis wann ich lust dazu habe meine bahnen im schwimmbad zu ziehen. ich musste nicht sagen: zwischen zehn und zwölf plane ich mich an diesen ort, mit kreditkarte. oder: wenn ich dorthin reise, muss ich hinterher noch zeit für quarantäne einrechnen. und ständig, wo ich auch bin, mit einem unsichtbaren metermaß um mich herum unterwegs sein. ich verreise nicht. doch die ausstellung, die werde ich später versuchen. maskiert vor bilder treten. der surreale neue alltag.

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unterwegs

water

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greenish-red

gedanken zum malen, zeichnen und schreiben.

manchmal weiß ich nicht genau, ob ein bild fertig ist oder nicht.
in dem moment, wo es entsteht, entsteht es.
ich habe in dem moment, wo ich es male oder zeichne, kein anderes ziel,
als es zu malen oder zu zeichnen.
es ist nicht mal ein moment des wollens, das ist fast gänzlich abgelegt,
es ist mehr ein moment des handelns, des tuns, der aktivität.
ich bin gleichzeitig erschafferin und betrachterin von etwas,
das entsteht.
irgendwann gibt es den punkt, an dem ich das gefühl habe:
das war es,
mehr farbe muss nicht, mehr linien müssen nicht,
„ich hab es“,
so kann es bleiben,
dann lasse ich die farbe trocknen,
oder lege die zeichnung beiseite.
meist am nächsten tag weiß ich mehr über das bild.
ist es fertig? oder war es nur eine weitere stufe,
bis ich zu dem bild komme, was es sein will und soll?
manchmal denke ich über ein bild nach,
oder ich betrachte es nur, „fühle es“.
und dann gibt es oft einen impuls, der entweder lauten kann:
mehr farbe, oder: andere farbe, oder: übermale alles.
dann geht es wieder von vorne los.

das, was ich durch und über das malen lerne,
habe ich beim schreiben so nicht gelernt oder anders gelernt.
interessant ist auch, dass das, was ich woanders gelernt habe,
neu im kontext der malerei oder kunst lernen, oder besser gesagt:
mir übersetzen muss. es „der hand beibringen muss“,
in die sprache der hand übersetzen.
die prozesshaftigkeit des entstehens, empfinde ich beim malen
und zeichnen deutlicher als beim schreiben.
auch diesen punkt, diese empfindung, wann etwas gut ist oder nicht,
das fällt mir wesentlich leichter beim malen und zeichnen,
als beim schreiben.
und doch profitiert das eine vom anderen. und darüber hinaus
profitiere ich von allem.

© mp

see you

© mp

toll!

das hier habe ich vorhin entdeckt und höre es seitdem
in schleife beim malen. viel spaß beim hören!