ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

pandemie ist dicht am wort panik

so sagte ein professor, hier in der arte-doku als es schon einmal um eine pandemie ging. der damalige blick darauf war so:

refu

verquer

überall sitzt mir das virus
im kopf in meiner sprache
im radio in den geschäften
auf der straße tag und nacht
maskiert überall zahlen
es ist zum verzweifeln
ich kann kein gedicht schreiben
nicht darüber und nicht darunter
nicht hier und jetzt und überhaupt
ich kann nicht
die worte kämpfen miteinander
ich kann nicht nur das eine
sagen will doch soll doch ganz
und alles ach
ich kann nicht
ich kann überhaupt nichts sagen
ich kann überhaupt nichts schreiben
die worte rasen durch mich
ich schreie
ich kann überhaupt nichts tun
nicht mal ein gedicht kann ich schreiben

© mp

was siehst du?

© mp

eben habe ich drei interviews mit künstlerinnen gelesen*, die erzählten, wie wichtig die kunst ist. das hat mich bestätigt in meinem erleben und empfinden, auch dass ich es weiterhin vermisse, in ausstellungen gehen zu können und/oder auch andere formen und darbietungen von kunst und kreativem sehr vermisse. und ich dachte: also poste ich mal wieder ein kunstwerk von mir.
eigentlich wollte ich, passend zum „es schneit“-beitrag ein bild fliegender snowflakes posten, doch es vermittelte sich einfach nicht über das foto – die farben kamen nicht richtig durch, eine detailaufnahme half auch nicht, um einen gesamteindruck davon zu bekommen.
also habe ich nun ein anderes bild fotografiert, eines, das ich zum jahresende hin fertiggestellt habe. das sieht fotografiert auch so aus, wie ich es sehe.
anfangs war ich nicht sicher, ob ich es mag, das bild. es ist nämlich so, dass ein ständiger „austausch“ stattfindet, zwischen dem bild und mir, während ich es erschaffe. und diese „kommunikation“ und mein empfinden entscheiden dann auch über weitere farben, gestaltung, auch, ob ein bild fertig ist oder nicht. das kann andauern und sich zwischendurch durchaus ändern. manchmal übermale ich alles noch mal, fange noch mal neu an oder ich ergänze hier und dort etwas, bis dieser moment kommt, in dem etwas in mir sagt: jetzt ist es (erstmal) gut und fertig. bei diesem bild war ich mir bei beidem nicht sicher. doch nach einigen tagen der betrachtung gefällt es mir doch so, wie es ist und es darf auch erstmal so bleiben. es fällt mir hierfür ausnahmsweise schwer, einen titel zu finden. ich nehme vorschläge und spontane eingebungen gern entgegen. vielleicht ist was dabei, was sich auch für mich stimmig anfühlt. falls nicht, auch gut. mit der zeit wird mir schon ein titel dazu einfallen. oder ich belasse es einfach bei diesem.

© mp

*link zu den interviews:
https://literaturoutdoors.com

es schneit

es ist der dritte januar 2021, schnee fällt, er kommt erst heute, die wunsch-briefe an das schneeamt sind zu spät eingetroffen wegen corona, erst heute kann der himmel antworten: für jeden guten wunsch eine schneeflocke;
es schneit, heute, am dritten januar; es ist noch früh, es ist noch dunkel, in den häusern ist es noch ruhig; germurmelte sätze, erst mal aufwachen, frühstück machen, der kaffeeduft legt sich auf die bilder vor dem fenster; spaziergänger, warumummützt, eingepackt, schritte im schnee, rennende, fröhliche, aufgeweckte kinder; auch die hunde können ihre freude nicht verbergen;
es schneit, das laufende, kontinuierlich fallende weiß, das sich auf die erde schreibt; die zum himmel geschickten guten wünsche: wir haben die wünsche gehört, wir haben sie empfangen! von irgendwo klingt glockengeläut, locker flockig fällt die frohe botschaft, sie schreibt sich auf den boden, leise; das flüstern des himmels; zeit der ruhe, der kontemplation, es ist winter, es schneit;
schnee, der fällt, schnee, so weiß, so schön, die ruhe, die auf die stadt fällt, alles ist verhüllt mit flockigem weiß, die bäume, entspannt unter weißgrauem himmel, mit ausgebreiteten ästen, das jahr ist frisch und neu, der himmel schickt uns hoffnungsfrohes weiß, die welt, wie ein heft im neuen jahr, das darauf wartet mit gutem und schönem beschrieben zu werden.

© mp

tanzen weckt die lebensgeister

momentaufnahme

draußen böllerts, ich sitze am schreibtisch, neben mir schläft eine katze, die andere liegt auf dem bett und schläft dort. vorhin habe ich noch einen spaziergang im alten jahr gemacht, einmal durch den kiez, hier herum und da herum. es waren noch viele menschen unterwegs, obgleich nicht mal ein supermarkt geöffnet hatte. die luft war erfrischend, angenehm und tat dem körper und den gedanken gut. während ich ruhig ging und in gedanken war, hörte ich jemanden meinen namen rufen. einer meiner nachbarn hatte mich erkannt und gegrüßt, wir sprachen ein paar worte, er war auf dem weg zur tankstelle, einkaufen auf die letzte minute. wir wünschten einander einen schönen silvesterabend und verabschiedeten uns. langsam ging ich wieder heim. ich kochte mir spaghetti arrabiata. dann topfte ich noch eine pflanze um, eine kürzlich gekaufte friedenslilie, die sich gefreut hat, in einen größeren topf zu kommen, wo sie sich freier bewegen und besser wachsen kann. ich goß sie, stellte sie auf die fensterbank und warf einen blick auf die straße. alles ruhig, nur etwas entfernt das geräusch fliegender und knallender silvesterraketen. dabei ist es nicht mal 20 uhr. heute abend ist also der wechsel, der übergang ins nächste jahr. ich bin bereit.

© mp

….

hallo ihr lieben, ich wollte einen jahresrückblick schreiben, doch das klappt im moment nicht. also habe ich mich entschlossen, nur eine kleine momentaufnahme vom heutigen abend aufzuschreiben. ich wünsche euch einen angenehmen jahreswechsel und einen schönen abend und alles gute für 2021. eure m.

Zurück_gehalten

Der Kummer, der nicht spricht, raunt leise zu dem Herzen, bis es bricht.

(William Shakespeare)

ich wünsche euch schöne feiertage

hallo ihr lieben, dieses jahr fällt alles etwas anders aus, so auch nur ein kurzer gruß von mir, bevor ich noch ein paar geschenke einpacke und dann zur arbeit fahre. ich wünsche euch angenehme feiertage und freie tage. und ein frohes fest. alles liebe, eure wolkenbeobachterin

cherries

© mp .

 

 

remembering the sun

© mp

 

Das Bild ist letzte Nacht fertig geworden. Es hat einige Änderungen erfahren und Prozesse durchlaufen und ist auch, wie viele meiner Bilder, 90 x 90 cm groß. Mir war nach Sonne und fröhlichen, offenen Farben.

offen

worte
wie eine hand
die streichelt
in die welt der poesie
male ich bilder
der zuversicht
der hoffnung große schwester
eine offene tür
das glück
& so viel raum
für knospende
träume

© mp

meditation