ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

groovy

mal wieder aufs land

es ist mal wieder soweit – ich fahre aufs land. morgen schon. für ein paar tage kühe gucken, vielleicht gibt es auch etwas nebel, bauernhöfe, felder, schafe, weit gucken, landluft schnuppern. ich besuche die familie, seit langem mal wieder. raus aus der stadt, ich freue mich. bis bald, habt eine gute zeit. liebe grüße, eure wolkenbeobachterin.

—.—

girl

© mp

-.-

gedankenversunken

© mp

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an der spree

am morgen nebel
ein paar vögel am fluss still
atmet die natur

© mp

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wir_wa_h_r[r]

wenn ich an dich denk
denk ich an die zeit
als du und ich
nicht du und ich war
es war ein wir
dann wurd aus dem
ein wirr
wahr
was war wahr?
ja nein doch nicht
was war los?
war du und ich
noch wir?
ich war wirr
war ich ich?
wer war ich
für dich?
wer du für
mich?
wer war ich
für mich?
wer war ich
mit dir?
wer mit mir?
war ich ich?
war ich du?
warst du ich?
was war wir?
wer warst du?
was war es
das mit dir?
es war wirr
war es wir?
war ich wir?
und du?
was ist wahr?
was war wahr?
wenn ich an dich denk
denk ich an weh und ach
ich denk du und ich
das war mal wir
was eins war
wurd zwei
es wurd ein
du und ich
so weh
so ach
ist das denn so?
ist das denn wahr?

© mp

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dies ist mein beitrag zum aktuell stattfindenden lyrimo,
damit ich das dichten nicht verlerne bei allem zeichnen
und schreiben im nanowrimo.

https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/08/lyrik-08-11-2019-einsilbig/

aus dem zeichenatelier

© mp

mandala

Chronik einer unangekündigten Belagerung

Dienstag, 14 Uhr, Berlin. In Windeseile radle ich zur Arbeit und komme pünktlich an. Keine zwei Stunden später spüre ich: Da ist etwas. Im Anmarsch. In mir. Ich nieste. Die Nase lief. Schüttelfrost. Schwächegefühl. Kopf- und Gliederschmerzen. Irgendwas kroch unaufhaltsam durch meinen Körper. Um 16 Uhr hatte es mich bereits umzingelt und gänzlich eingenommen: Ich hatte kalte Hände, das Gefühl halb zu schlafen, halb anwesend zu sein und ein aufdringliches Pfeifen in den Ohren. Ich hörte nicht mehr auf zu niesen, mein Körper war Schmerzgebiet, der Kopf war auf Halbmast.
Ein Kollege fragte, ob er mir grünen Tee anbieten dürfe. „Könnte helfen. Schmeckt aber nicht jedem“, warnte er vor. „Gerne“, sagte ich und zehn Minuten später stand er mit dem dampfenden Tee in der Tür. Ich probierte. „Und?“, wollte er wissen. „Ich habe jetzt auch kein Geschmacksempfinden mehr“, sagte ich, „den nehm ich gern, danke“.
Irgendwie stand ich den Tag durch. Es ging mir bescheiden.
In der Nacht traf mich alles in potenzierter Form: Niesen, Schüttelfrost, kalte Hände, dröhnende Glieder-und Kopfschmerzen, laufende Nase. Hitze. Kälte.
Am nächsten Morgen meldete ich mich krank, schleppte mich zum Arzt und legte mich anschließend ins Bett.
Ich schlief ungefähr 22 Stunden. In den Wachzeiten: Katzen versorgen, zur Toilette, bei jeder Bewegung „Oh Gott“, sagen, wieder hinlegen und weiter schlafen.
Das ging den nächsten Tag so weiter. 17 Stunden geschlafen. Ich hatte jetzt auch noch Husten dazu bekommen.
Den Tag danach 14 Stunden.
Heute ist Freitag. Ich war draußen und bin spazieren gegangen an der frischen Luft. Im Supermarkt habe ich grünen Tee gekauft. Ich habe mich inzwischen auf 11 Stunden Tagesschlafpensum runtergeschlafen und bin so gut wie neu. Der Husten ist fast weg. Der Schüttelfrost hat aufgehört. Das Niesen auch. Der Kopf ist noch nicht ganz wieder da aber fast. Ich spüre langsam wieder Kraft im Körper. Nach vier Tagen geht es mir endlich wieder etwas besser.

© mp

the look

male II

© mp

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