ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Monat: Dezember, 2015

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Hallo meine Lieben!

Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Jahreswechsel. Habt Spaß, feiert, zieht Euch zurück, tut, was immer für Euch richtig ist. Ich freue mich über ein Wiederlesen, ein Wiedersehen im neuen Jahr, ich freue mich auf viele, weitere schöne Stunden, Gedanken und spannenden, inspirierenden Austausch mit Euch. Und ich freue mich auf ein schönes, neues Jahr, mit ganz viel Freude, Inspiration, Liebe, Glück, wohligen und schönen Erfahrungen und weiter bringenden Erkenntnissen, die uns wachsen lassen uns mehr Freude und Liebe bringen und geben lassen, mehr verstehen lassen, mit viel schöner Musik, schönen Texten und allem Schönen, was es sonst noch gibt. Auf dass es ein richtig tolles, neues Jahr für alle werde! Alles Gute! ❤ ❤ ❤ Eure Wolkenbeobachterin

Merry Xmas

Hallo Ihr lieben Zuckerhüte, Vorderknusprer, Weihnachtsgustler, ich wünsche Euch allen schöne Weihnachten, gesellige, angenehme Tage und Abende, irgendwo, an einem leckeren Plätzchen oder einem schönen Ort mit lieben Menschen. Schnee wird es dieses Jahr nicht geben, es wird fast frühlingshaft warm. Frohe Weihnachten. Schön, dass Ihr mich lest, schön, dass Ihr da seid, schön, dass es Euch gibt. ❤ ❤ ❤

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wir

die sätze
und das, was wir sagen.
die sätze,
und das, was wir nicht sagen.
das, was die sätze sagen und
das, was die sätze nicht sagen.
was wir nicht sagen können.
und doch ruft alles
was wir sagen
und alles
was wir nicht sagen
zum anderen hin.
er hört es.
erhört es.

das, was die sätze sagen
und das, was sie nicht sagen.
das, was im innern berührt.
und das, was keine worte hat.
das, was wir einander sagen und
das, was wir einander nicht sagen.
das, was wir fühlen
und keine worte hat.
das keine worte braucht.
und das, was danach sucht,
immerzu sucht.

als gäbe es dies:
gewissheit.
gewissheit in den worten,
gewissheit in den taten,
gewissheit im innern.
es ist gut so, wie es ist.
ganz gleich,
ob es worte hat oder nicht.

da, wo wir sind und
da, wo wir nicht sind.
mit unseren worten.
mit unseren gefühlen.
mit uns.

wir wissen und
wir wissen nicht.
wir sind getragen und bewegt
von allem,
was in uns spricht
und schweigt.

© mp

Notiz

Manchmal sucht man etwas, das man längst hat. Man weiß aber nicht, dass man es hat. Dazu muss man es manchmal erst verlieren, um es dann, unter Mühen, wieder zu bekommen.

(Tagebuchnotizen, im Oktober)

© mp

Hoffnungsfroh träumen

Träumen. Dort finde ich mich, dort fange ich mich. Dort fange ich an, Bilder zu suchen und zu finden, Blumen zu suchen und zu finden. Worte daraus zu basteln. Verse. Prosa. In meinen Träumen ist alles möglich, auch ich. Ich, die ich bin und werde, ich, die ich war und wurde. In meinen Träumen ist Schön-und Schlechtwetter, es gibt offene und geschlossene Türen, hinter denen Blumen wachsen. Es ist schön, es ist leicht, zu träumen, trotz allem. Es ist schön und leicht zu sagen, dass es schön und leicht ist. Und es ist angenehm zu weinen. In den Tränen verabschieden sich Bilder aus Träumen, korrigierte Sätze, die Stacheln in die Haut ritzen, die als feine Narben bleiben. In den Räumen träumen, versäumen zu säubern, das kommt später, wie alles später kommt und manches auch gar nicht. Gar nicht schlimm, wenn was fehlt, das beflügelt, die Phantasie, die Kreativität, das löst Hunger aus, doch Hunger lässt Schmerz da. Und wo Schmerz ist, da ist auch ein Herz nicht weit, oft, manchmal findet sich auch dort keines, es ist manchmal leichter in den Träumen zu träumen, als in Gegenwart anderer Menschen. In den Wolken Geschichten sehen und finden, in den Augen der anderen lesen und hören, das Erlöste, das Erzählte, das Unerzählte in unzähligen Auslassungen abgelegt. Die Hoffnung frisst Schokolade, wir teilen gerecht, sie und ich, wir sind ein Paar, schon lange. Wir waren auch schon getrennt, haben gestritten, sie wollte zuviel oder ich, so ist es ja immer, das haben wir begriffen. Dass wir einander lassen müssen, gehen lassen, hoffen lassen, lieben und träumen lassen und manchmal wissen wir beide nicht, was wahrer ist. Wir lieben das Träumen, die Hoffnung und ich. Wir schreiben Geschichten und Gedichte, in denen wir lachen und weinen. Wir wissen, was wir aneinander haben. Wir halten einander, beschenken uns und in den dunklen Stunden sitzen wir bei einander, flüsternd bei Kerzenschein.

(Tagebuchnotizen, September 2014)

© mp

chillen

Learn to live. Learn to love. Love.

Das Leben spricht zu uns in seiner Sprache.
Und es sagt immer dasselbe: Hab Vertrauen.
Egal, was es Dir beschert,
egal, was es Dir nimmt oder gibt,
es sagt immer dasselbe:
Hab Vertrauen.
Ich habe etwas vor mit Dir.
Und es ist gut.
Denn Du bist gut. So wie Du bist.
Du bist es wert. Du bist wertvoll.
Vergiss das nicht.
Ganz gleich, was ich Dir beschere, hab Vertrauen.
Du bist nicht allein.
Du bist getragen von mir.
Du bist geliebt von mir.
Hab Vertrauen.

© mp

Trust

Sitzen am Schreibtisch, frühmorgens. Den Gedanken folgen, Erkenntnisse fädeln sich Wort für Wort in den Tag. Was habe ich wann getan und warum? Was nicht? Warum geschah dieses oder jenes? Warum manches nicht? Antworten, die sich in Spiegelungen finden und der Mut, diesem Spüren und Sehen Worten anzulegen, wie eine passende Weste. Weiß. Weiß nicht. Spuren, überall. Spüren. In Musik Stimmungen finden, die synchron sind zum Inneren. Bilder. Das innere Empfinden – eine eigene Welt. Wunder. Wandelbar, wie man selbst, wenn man es zulassen kann und will. Geburtsschmerzen. Das Neue durchdringt das Bekannte. Geschenke. Bald ist Weihnachtszeit, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Zuneigungen neigen sich dem Verstehen und Entziehen zugleich zu. Nicht alles muss erklärt werden, manches nur gespürt werden. Ein Jahr verabschiedet sich. Wie viele Abschiede liegen darin? Wie viele Neuanfänge? Wann, wo und wie hat was angefangen und wann etwas aufgehört? Wie ist der Klang des Anfangs? Wie der des Abschieds? Und wie sehr ähneln sie sich an manchen Tagen. Wege, wie sie entstehen. Abzweigungen, die sich anfühlen, wie Scheidewege. Entscheidungen. Und wie schwer manches wiegt, wenn wir uns anklammern an etwas, das wie Sicherheit aussieht, obwohl wir doch wissen, dass es keine Sicherheit gibt. Sich dafür entscheiden, das Neue zu erkennen. Und über allem der Mond, die Sonne, die Sterne. Welch wunderbare Welt, unser Innenleben! Behutsam hinsehen, wortlos, spüren: Ein Ruhepunkt, in dem die nächste Bewegung bereits angelegt ist.

© mp