ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Allgemein

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Tagwerk

„Wenn man glücklich ist, so gibt es noch viel zu tun: Das Trösten der anderen.“

(Jules Renard)

.

tomas espedal

wieder da

ich kam dir
am morgen entgegen
so verändert
wie ich war
sahst du mich
zögerlich an
vielleicht
warst du nicht
sicher
ob ich es bin
ich sah es
in deinen augen
dieses blitzen
des erkennens
wie ein wieder
hergestellter
kontakt du
lächeltest
& ich lächelte
zurück

© mp

Werte

„Menschlichkeit ist die höchste Tugend.“

(Luc de Clapiers)

.

Lollapalooza 2018, Teil 2/3

Um 15.30 Uhr wartet an Hauptbühne 1 der nächste interessante Act: Years & Years. Wir hatten schon 2016 das Vergnügen, was hier nachzulesen ist: https://stadtzottel.wordpress.com/2016/09/15/lollapalooza-im-treptower-park-tag-2/ und hier: https://stadtzottel.wordpress.com/2016/09/16/lollapalooza-im-treptower-park-tag-2-teil-ii/ Es ist warm, der Himmel hellblau, verschönert mit ein paar hübschen Federwölkchen (für mich) und die Besucherzahlen sind sichtlich angestiegen. Die Fläche vor Hauptbühne eins ist voller wartender Fans, die sich auf die britische Band freuen. Ich stehe links neben der Bühne und erinnere mich gerade an mein erstes Lollapalooza-Festival in 2016, bei dem auch Years & Years zugegen waren, als Sänger (und Schauspieler) Olly Alexander, der jetzt rothaarig ist, sagt: „Wir waren schon mal 2016 hier. Es ist toll, wieder hier zu sein, am Ende des Sommers.“ Ich nicke zustimmend, da beginnt er auch schon sich gekonnt auf der Bühne zu räkeln, zu singen und sich auszuleben mit einer Gruppe von Tänzern, was so aussieht wie im Video.

Die Menge ist begeistert, applaudiert, singt und tanzt mit, ich höre eine Weile zu und obwohl die Stimmung gut ist, entscheide ich mich spontan, wieder ins Stadion zu gehen, zu Perry’s Stage. Beats schwappen über den Platz, ich bin neugierig und möchte hin um zu sehen, wer da Musik macht. Es sind Ofenbach, zwei DJs und Produzenten aus Frankreich, die ich noch nicht kenne, aber kennen lernen möchte. Eins ihrer bekannteren Stücke ist dieses hier aus 2017:

Es ist laut, die Wände wackeln nicht, da es hier keine gibt (aber sie würden, gäbe es welche) im offenen Olympiastadion, das inzwischen wieder zur Hälfte gefüllt ist. Und zur Hälfte, das heißt, das mehrere Tausend Leute hier sind, kaum jemand steht still, und wenn, dann, um ein Selfie zu machen mit den Videoinstallationen der DJs im Hintergrund. Die Menge tanzt vergnüngt und singt laut mit. Ich bin ebenfalls enthusiastisch dabei und stelle später fest, dass ich die Zeit völlig vergessen und dadurch jemanden verpasst habe, den ich gerne gehört und gesehen hätte und zwar Ben Howard, Singer-Songwriter aus London. Aaaargh! So ist es manchmal mit den Überschneidungen der Auftritte – manchmal spielen zwei parallel an verschiedenen Orten! Hier eines seiner schönen, ruhigen Lieder:

und dies hier, eines meiner Favoriten von ihm. Schade, schade, schade. Nun ja, vielleicht höre ich ihn ja mal an anderer Stelle.

Ich bleibe an Perry’s Stage, der Bühne im Olympiastadion, denn dort spielt ab 17 Uhr Jonas Blue. Und der füllt auch die verbleibende Fläche im Stadion. Der 29jährige Musikproduzent aus London rockt das Innere des Stadions und das Publikums rockt mit! Freude und Begeisterung pur! Hunderte von Smartphones tanzen in der Luft, um einen Song nach dem anderen mitzuschneiden. Zum Beispiel diesen:

oder diesen, der im Radio rauf und runter gespielt wird:

© mp

Fortsetzung folgt ….

B L O G P A U S E

Kleine Verschnaufpause und Auszeit. Macht es gut, bis bald. Liebe Grüße an Euch.

 

Warum haben Wolken keine Namen?

(für Rolf und seine Kinder)

Stomelovic. Atalaman. Operitzka. Neulauf. Etanerim. So klingt es, wenn Wolken ihre Namen sagen. Diese hier sind die Namen der Wolken von gestern, über der Stadt. Der liebe Gott hat allem einen Namen gegeben, auch den Wolken, ist doch klar. Allem, was auf der Erde ist, und allem, was Drumherum ist, sichtbar und unsichtbar. Gesagt hat er die Namen aber nur den Blumen.

Woher ich davon weiß? Aus einem Traum. In diesem Traum von einer Rose, schlief ich, nachts, ruhig in ihrer Blüte. Da spürte ich ein leichtes Summen, aus dem ein himmlischer Gesang wurde. Die Blätter kribbelten. Was ist das? rief ich in meinen Traum. Wir sind das!, hörte ich. Ich streckte meinen Kopf vorsichtig durch die Blütenblätter. Da sah ich die Blumen, die ringsum Lieder sangen und manche sagten Gedichte über Wolken auf. (Blumen und Wolken sind nämlich miteinander befreundet). Die Gedichte erzählten davon, was die Wolken taten: Tanzen, lachen, singen, summen, fangen spielen, sich aufblasen, sich teilen, wieder verbinden oder auflösen. Wie heißen die Wolken dort oben?, fragte ich. Da verrieten sie es mir.

Ob Wolken wohl Krawatten tragen?, fragte ich mich. So schön wie sie sind, haben sie sicher wichtige Termine, zum Beispiel sich von Menschen am Himmel finden zu lassen oder mit ihnen verstecken zu spielen. Oder sich verwandeln, in Tiere, Gegenstände oder Gesichter. Die Wolken wissen, dass alles schön ist, flüchtig und in Bewegung. Vermutlich tragen sie keine Krawatten. Trügen sie welche, könnte man meinen, sie seien sehr ernst, aber das sind sie nicht. Sie sind verspielt und reiselustig. Am liebsten wandern sie am Himmel und sie fragen sich, ob die Menschen ihre Namen erraten oder ihnen vielleicht neue geben.

© mp

Vom Da-sein

Ich muss mal wieder schreiben im Blog, dachte ich eben. Nicht, dass ich müßte, aber ich würde gern, doch was? Das ist doch ganz einfach! Schreib doch, dass du wieder da bist! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin! Ich bin wieder da! Traritrara! Zwar war ich schon öfter wieder da, aber diesmal ist es ein anderes wieder da. Aha, und welches? Nun ja, ich war … verreist. Vereist? Nein, nicht vereist, sondern VERREIST. Aha, und wohin verreist? Weit weg. Ziemlich weit. Also warst du nicht mit dem Rad unterwegs? Nein, nicht mit dem Fahrrad, sondern mit einem anderen Fortbewegungsmittel, das auch mit F beginnt. Ferd. Was? Ferd. Wie schreibst du denn Pferd? Ach, stimmt ja. Pferd, so schreibt man das. Ja. Okay. Es war nicht das Fer… ähm, Pferd, weil es ja mit F beginnt, also das F-ortbewegungsmittel. Warte! Fo, Fä, Fi, Fa, Fö … hm, mir fällt nix ein.  Überleg noch mal. Fängt mit F an. Ja, ich weiß. Aber Ferd ist es ja nicht. Nee, Pferd ist es nicht. Fffrrrraaaooollliiiiäää…., äh, nee. Keine Idee. Ffffrrrrüüühhhhlllööö…. hm, nee, echt nicht. Gut, dann können wir das nicht lösen. Du musst schon raten. Hab ich doch. Ja, aber Ferd ist nicht wirklich raten, oder? Hm. Ich hab echt keine Idee, mir fliegt da an Worten einfach nichts Passendes zu. Aha. Fliegt also nix, ne? Nee. Überhaupt nix. Hat sich ausgeflogen. MOMENT! Du bist geflogen! Ohje, du bist geflogen? Jepp. Hin und zurück. Eigentlich ganz einfach. Hätte ich auch drauf kommen können, aber manchmal fliegen einem die Ideen nicht so zu. Ja, kenne ich. Wars denn schön? Ja. Sehr schön. Sogar sonnig wars. Toll. Hast du davon ein Foto? Ja, hab ich. Moment, ich machs mal über den Text.

© mp

 

vom sehen

so wie du mich siehst
siehst du dich vielleicht
oder siehst du mich
so wie ich bin
oder bin ich so wie du
mich siehst oder du so
wie ich dich sehe oder
bist du so wie du dich
siehst wie siehst du
überhaupt was siehst du
wenn du siehst?

© mp

Julibäum … Jubiläum

An meine lieben Leserinnen und Leser! Wir feiern Geburtstag! Nein, nicht meinen, der kommt erst noch, sondern Bloglubijäum, Verzeihung: Blogjulibäum, Kruzifix! Bloggeburtstag! Im Juli 2013 startete ich dieses Blog mit der Idee, mindestens ein Jahr lang Gedichte, Prosa, Gedanken hier zu posten. Nun geht es bereits ins fünfte Jahr! Ich freue mich sehr, dass Ihr dabei seid! Danke fürs Kommentieren, Diskutieren und Inspirieren. Danke für Eure Besuche, fürs Lesen, fürs Folgen, für Eure Likes und Herzchen, Eure Smilies, Komplimente und für Eure Wertschätzung. Schön, dass es Euch gibt. Happy birthday und Danke an Euch alle! Eure Wolkenbeobachterin

Nur noch einmal schlafen

Nein, Du hast nichts verpasst, morgen ist nicht Weihnachten, keine Sorge. Aber was Ähnliches: Morgen und übermorgen ist FESTIVAL! Lollapalooza nennt sich das Spektakel. 140.000 Musikbegeisterte werden erwartet. 45 Gigs sind angekündigt, unter anderem Josef Salvat, James Blake, Aurora, Years & Years, Philip Poisel, Milky Chance, Paul Kalkbrenner, Jess Glynne, Alan Walker, Kaiser Chiefs, Dubioza Kollektiv, Tocotronic und viele, viele andere! Und ich werde auch dort sein, nicht auf der Bühne, sondern davor. Ich muss mir noch einen Plan machen, wann ich an welcher Bühne wen hören möchte. Gestern las ich, dass arte Live überträgt. Ich winke dann in die Kamera für Euch. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Wie das so ist

Ich muss mal wieder was schreiben, denke ich. Bloggen. Denn wozu sonst ist ein Blog da? Zum Angucken. Schlendern. Zum …. was weiß ich? Es gibt viele mögliche Antworten, denke ich. Also, erinnere Dich, warum Du damit angefangen hast. Da muss ich mich nicht groß erinnern, das weiß ich noch genau. (Wenigstens das). Ja und? Angedachtes Ziel erreicht und erfüllt. Und weiter? Nichts weiter. Und jetzt? Ja, was jetzt. Das ist wohl die Frage. Und die Antwort? Keine Ahnung, ich kann sie noch nicht hören. Sie flüstert noch. Wie wäre es mit Ohrenstäbchen? Ja, super Idee, das mit dem Ohrenstäbchen. Ich hab aber keine da und außerdem – was ist so schlimm, keine Antwort zu haben? Das muss man erst Mal aushalten können. Und wie geht das so? Ganz gut. Es ist wie Rast machen, sich in den Schatten eines Baumes zu setzen, sich dort anzulehnen, das Rauschen der Blätter zu hören und in die Landschaft zu gucken. Und was ist mit den anderen? Welchen anderen? Na, Du hast doch Verpflichtung, Deinen Followern und Blogkollegen gegenüber. Ach so? Welche denn? Na, zu bloggen. Verpflichtung? Aber das hier ist doch freiwillig. Ich meine alles. Das Lesen, das Schreiben. Alles freiwillig. Niemand wird gezwungen. Ich habe außerdem nette Followerinnen und Follower. Die sind tolerant und gönnen mir auch mal eine Pause. Die sind dann auch nicht sauer. Sicher? Nee, sicher nicht, aber ich hoffe es. Ich gestehe jedenfalls jedem eine Pause zu, auch mehrere. Und wie soll es jetzt weiter gehen? Abwarten. Ich bleibe noch etwas unter dem Baum sitzen und wenn alles in mir sagt: Weiter gehen, dann gehe ich weiter. Und wohin? Zum Supermarkt, zum Vogelpark, zum Vanillequark. Keine Ahnung. Wird sich zeigen, oder? Nimmst Du mich mit? Was hast Du denn auf Deinem Brot? Dem täglich Brot? Nee, auf Deinem Pausenbrot. Käse. Und Marmelade. Selbstgemacht? Ja, selbstgemachter Käse und Marmelade. Super, dann nehm ich Dich mit. Das heißt, wir gehen ja gar nicht, noch nicht. Wir sitzen hier einfach unter dem Baum und gucken in die Landschaft. Ich bin dabei. Wer will, setzt sich einfach dazu und guckt mit. Egal ob mit oder ohne Pausenbrot? Ja, egal ob mit oder ohne Pausenbrot. Apropos. Wollen wir tauschen? Was denn? Dein Käsebrot gegen Tee? Abgemacht. Toll. Ja. Danke. Hatte ich das schon gesagt? Was denn? Schön, Dich zu sehn.

© mp

2014 im Rückblick

 

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 18.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 7 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Vielen Dank allen einzigartigen Leserinnen und Lesern, Followerinnen und Followern dieses Blogs. Danke fürs fleißige und freundliche Kommentieren, Diskutieren, Abbonieren, Inspirieren und den Spaß mit Euch: Danke, dass Ihr da seid. Ich freue mich auf ein weiteres, schönes Jahr mit Euch! Kommt gut ins nächste Jahr!  liche Grüße

g e f u n d e n

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