ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Notizen

Akzeptanz der Stille

Manchmal gibt es nichts zu sagen, da gibt es dann auch nichts zu schreiben. Das ist zu akzeptieren. Die Stille dient der Erholung, Reflexion und inneren Sammlung. Wie der Körper Schlaf braucht, um wieder gestärkt in den Tag zu gehen, verhält es sich auch mit dem Geist und der Kreativität. Man darf nichts erzwingen.

© mp

An alle lieben Osterhäsinnen und Osterhasen!

Ich wünsche Euch schöne Ostertage und fröhliches Eiersuchen. Wer mit all dem nichts anfangen kann, dem wünsche ich einfach ein paar schöne freie Tage. Lasst es Euch (und den andern) gut gehn. Eigentlich wollte ich Euch einen Osterhasen zeichnen, aber ich hab ihn nicht ins Laptop bekommen, um ihn abzuzeichnen. 🙂 Frohe Ostern!

erinnerung

ich denke oft an dich, sehr oft. ich habe dich nie vergessen. wie könnte ich? du warst immer und überall bei mir. wenn ich an schönen orten war, stellte ich mir vor, wie ich sie mit dir erkunde. wenn ich interessantes hörte, stellte ich mir vor, wie ich es dir erzähle. wenn ich spürte, dass du traurig bist, sprach ich dir tröstende worte. das klingt seltsam, nicht wahr?

(mai 2009, tagebuchnotizen)

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good things

„Die Welt ein Stück weit besser machen“, kann vieles bedeuten. Zum Beispiel: Gedichte oder Prosa schreiben, liebe Worte sprechen, jemandem die Hand reichen, lächeln, gesundes Essen essen, zuhören, liebevoll zu Menschen und Tieren sein, Bilder teilen oder gute Musik spielen.

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Über die Hoffnung

Zwar hat es die Hoffnung mitunter sehr schwer, aber sie findet einen Weg in die Welt, wie ein zartes Pflänzchen sich auch durch Beton wühlt und sein Köpfchen in die Welt reckt! Die Hoffnung, die wir in uns tragen, können wir teilen und wenn wir sie teilen, vermehren und vergrößern wir sie! Das ist zumindest meine Hoffnung.

© mp

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„Wenn du siehst, aber nicht erkennst, ist es, als sähest du nicht.“

© mp

 

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über das schreiben

das, mit dem man sich an den schreibtisch setzt, um es aufzuschreiben.
und das, was dann tatsächlich da steht.

© mp

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Fehlt noch was?

Seit Tagen schon will ich eine Rezension über dieses Buch in meinem Lesezeichenblog schreiben, doch es gelingt mir nicht. Woran das liegt? Weil das Buch

„Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle,

das außergewöhnlichste, wahrhaftigste, intensivste, großartigste Buch ist, das ich seit langem gelesen habe. Ich finde einfach nicht die passenden Worte dafür. Es ist überwältigend, dieses Buch. Thomas Melle ist manisch-depressiv, oder wie man heute sagt: bipolar. In diesem Buch, seiner Autobiographie, schreibt er über sein Leben und seine Krankheit, die über ihn, in ihn herein bricht, aus ihm heraus bricht und spricht. Sollte jemand von Euch noch ein Geschenk benötigen, für jemand anders, oder für sich selbst, oder gerade nicht wissen, welches Buch man als nächstes lesen sollte – möchte ich Euch dieses Buch sehr ans Herz legen. Es ist mitreißend, berührend, aufwühlend, tief, sprachlich ein Genuss, kurz: Es ist das Beste, was ich seit langem gelesen habe. Es war für den Buchpreis 2016 nominiert, hat leider nicht gewonnen, was ich sehr bedaure. Das Buch und der Autor haben es mehr als verdient. Kauft dieses Buch. Verschenkt es. Lest es.

Hier eine Leseprobe:

http://www.rowohlt.de/download/file2/row_upload/3458707/LP_978-3-87134-170-0_Leseprobe.pdf

manches kannst du nicht aussprechen
es bleibt in dir
und redet dort weiter

© mp

(Tagebuchnotizen, November 2016)

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(^)

lieber, lieber, nikolaus,
ich stell jetzt gleich
die stiefel raus.

und wenn ich dann
nach hause komm,
hoff ich, dass ich
schokolad‘ bekomm.

© mp

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einen schönen nikolaustag euch allen!

Stufen

Das Wichtigste ist nicht die Erkenntnis, sondern das Fazit, das man daraus zieht.

© mp

Gelassenheit bei der Betrachtung

„Wenn man sich selbst erkennen und erfassen möchte, ganz gleich auf welche Art, ob schreibend, denkend, redend, schweigend, kreativ, muss man bedenken, dass man mehr als eine Person ist. Und dass, abhängig von der Perspektive aus der man schaut, aus dem Blickwinkel, mit dem man betrachtet, auch abhängig vom Empfinden und Zeitpunkt des Betrachtens, das Ergebnis stets ein anderes sein wird. Zum Beispiel: Aus der Liebe heraus, aus der Angst, der Wut, aus dem Ego heraus, aus der Enttäuschung, der Traurigkeit, aus dem Zweifel, aus der Erwartung u.a. heraus sich immer andere und unterschiedliche Antworten finden werden, obwohl alles eins ist und man doch nie nur eins ist.“

(Tagebuchnotizen)

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Unaussprechlich

„Obwohl es sich Denken lässt, lässt sich nicht alles aufschreiben. Als müsse manche Wahrheit ein unausgesprochenes Geheimnis bleiben.“

(Tagebuchnotizen)

© mp

Mitten.drin

In einem Moment der Traurigkeit zur Ruhe kommen. Zu sich kommen. Einfach still da sitzen oder liegen. Einfach still werden, ganz bei sich sein und plötzlich ein Gefühl wie glücklich sein.

(Tagebuchnotizen)

© mp

B L O G P A U S E