ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Gedanken

let it flow

ich konnte nach dem zeichnen zwischen vier und sechs uhr heute morgen nicht mehr schlafen, habe mich aber noch etwas ausgeruht, geschlummert, bis gerade eben. und mir die freude bereitet aufzustehen bevor der wecker klingelt. die eine arbeit wartet, die andere ist getan. ich habe vier zeichnungen angefertigt, (fineliner und bleistift), habe eine angefangene vom montag fertig gestellt, mich danach drei mal an einem portrait eines schriftstellers versucht, das noch zu wenig ähnlichkeit mit dem original hat, mir dennoch gefällt. ich werde es weiter versuchen, aber nicht jetzt. jetzt wartet die andere arbeit, für die ich bezahlt werde. ich höre seit heute morgen kurz nach vier uhr schon ry x – ich könnte durchdrehen vor freude. was für ein sänger! diese musik berührt mich so sehr. tschicketschicketschicketschicke, herrlich! for so long, for so long, for so long. das malen hat etwas mit mir gemacht. alles hat etwas mit mir gemacht. ich habe mit allem etwas gemacht, aus allem etwas gemacht. ich bin glücklich. ich fühle mich erfüllt und glücklich. die lebensenergie fließt durch mich, ich kann es fühlen, es ist so stark, meine kraft ist wieder da, ich möchte dauernd juchzen und tanzen, sitze grinsend am schreibtisch, male mit den fingern, zeichne mit dem bleistift, mit dem fineliner, mit acrylfarbe, singe und tanze. mein letztes bild macht mich glücklich! es ist so schön geworden, ich kann es kaum glauben, was ich da geschaffen habe. jeden morgen, wenn ich die augen öffne und der blick auf das bild fällt, 90 cm x 90 cm ist es groß, spüre ich meine kraft und energie, ich bin so glücklich und möchte die ganze welt umarmen. for so long, for so long. wooooooooow, diese musik, diese musik ist so unfassbar schön. tschicketschicketschicketschicke. und jetzt mache ich mir und den katzen frühstück. und danach werde ich das musikstück bloggen. das müssen einfach alle hören und sich mitfreuen und mitsingen und tanzen! waaaaaaah, ich sprühe vor freude!

tagebuchnotizen, 21.11.2018

© mp

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der kreative prozess

während ich mich ehemals dafür schalt / gescholten habe, dass ich etwas im übermaß getan hatte – sei es zu schreiben, zu zeichnen, zu fotografieren, zu sprechen, unterwegs zu sein u.a. – ist es inzwischen so, dass ich die notwendigkeit erkannt habe, diesen impulsen nachzugeben, „es“ aus mir fließen zu lassen, zuzulassen und dem raum zu geben, was sich aus mir mitteilen möchte, es werden lassen zu einem gedicht, einer notiz, geschichte, einem foto, einer zeichnung oder einer erkenntnis, die genau zu dieser zeit in die welt will.
nun kann ich zulassen, was kommen will, ohne es zu bereuen, wie es mir in der vergangenheit manchmal passierte, weil ich mich schimpfte, wegen des sich anschließenden gefühls von müdigkeit oder der leere, übersah dabei das gefühl von glück und erleichterung darüber, dass ich kreativ gewesen war, erschaffen hatte, alles zugelassen und mich dem hingegeben hatte,
spürte, auch wenn es im übermaß aus mir kommt und sich manifestieren will, ich erlaube diesem inneren flow zu wirken, ich weiß um die endlichkeit, auch um die endlichkeit dieser erfahrung, die, ganz natürlich, wieder eine andere form von sich aus, aus sich heraus, annehmen wird, eine form, in der ich still bin, nichts heraus will, nichts heraus kommt, kann, will, eine zeit, in der ich schweige, mich sammle, ausruhe, innerlich „abgleiche“, bewusster werde, aufnehme, was ich erkannt habe in ebenjener zeit des „flows“ und der produktivität,
so hat alles seine zeit und ich urteile nicht mehr,
weiß, dass schon im wechsel zur stille, das nächste in mir vorbereitet wird, es gibt keinen grund zur sorge, oder mir druck zu machen, es geht alles seinen natürlichen und kreativen gang, es ist ein kontinuierlicher prozess im innern, der wie ein perpetuum mobile, stets in bewegung ist und sich fortsetzt in mir und der welt.
manchmal kommt der flow scheinbar ungelegen oder die stille fühlt sich schmerzhaft und unpassend an, gerade nach einem wechsel vom flow in die stille hinein, (seltener anders herum), doch ich habe erkannt, anerkannt und gelernt, dass dies natürlich wirkende impulse sind, die insgesamt ein gleichgewicht bilden,
dies hat mich frieden schließen lassen mit dem, was (in mir) ist, es zuzulassen, nichts zu (er-)zwingen, nichts zu unterdrücken, ja, nicht mehr zu wollen als das, was ist.

© mp

(tagebuchnotizen im november 2018)

Regenseufzer, sinnlich

Ich kann gerade nicht weiter lesen und muss davon erzählen, noch ein wenig versunken darin und ganz erfüllt davon. Der Leser möge mir meine schwelgenden Ausführungen verzeihen und selbst den norwegischen Schriftsteller lesen.
Bergeners, das sind die Bewohner von Bergen, der regenreichsten Stadt Europas, es ist die Heimat-Stadt von Tomas Espedal. In der gleichnamigen Erzählung beschreibt er, nach kurzer Skizzierung des rauchenden Protagonisten, den Regen, in den sich die Hauptfigur begibt, den kommenden, fallenden Regen.
Wenn Tomas Espedal etwas beschreibt, ist es nicht einfach eine Beschreibung, es ist eine sinnliche Erfahrung. Ich lese die Worte, sehe und spüre das Fallen der Tropfen, spüre, wie der Regen in der Luft tanzt, wie die Tropfen in langen, weich gezogenen Linien ästhetisch vom Himmel fallen, sie stürzen nicht, sie fallen und verbinden sich mit anderen Tropfen, werden zu Blumen, tanzen in der Luft, werden hierhin, dorthin getragen vom Wind, der luftigen Begleitung des Wassertanzes.
Ich staune, lese, betrachte und genieße den Regen, seinen Regen, spüre ihn auf meiner Haut, der Regen fällt und ich lese jeden einzelnen Tropfen, das stimmt nicht, ich lese nicht, ich spüre, ich bin im Regen, werde zum Regen, ich bin die Erde, lasse die Tropfen auf mich fallen, werde eins mit den sinnlichen Beschreibungen.
Ich folge dem Schriftsteller, stehe neben ihm, höre ihn atmen und sprechen durch seine Worte und sein Schweigen. Ich bin der Wind, er ist der Regenschauer, der in mich schreibt, seine Worte beginnen mit meinen zu tanzen. Hier bin ich, hier will ich sein, ich genieße es, ich stehe im Regen und will gerade nirgends anders sein, als im Regen von Tomas Espedal. Ich bin erfüllt, inspiriert und beginne den Regen wie Sternenstaub in mir zu sammeln. Lesen in Selbstvergessenheit, abtauchen, ein Bad in der Sprache eines anderen nehmen, ein Zwiegespräch mit einem Schriftsteller halten, das ist das Lesen von Tomas Espedal für mich. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen. Es ist jedes Mal eine neue, bereichernde und inspirierende Erfahrung.

© mp

Malen und Schreiben

Kafka hat auch gezeichnet. Daran muss ich oft denken. Ich mag die minimalistischen Bilder, die er angefertigt hat. Beim Malen ist manches gleich, manches anders, als beim Schreiben: So wie ein Wort einen Satz ruinieren kann, entscheidet jede Linie, die ich mit dem Stift aufs Papier ziehe, ob mein Bild gelungen oder misslungen ist, ob es detaillierter, tiefer in der Wirkung oder überladen ist, ob es zu viel Zeichnung oder falsche Proportionen hat, ob es „getroffen“ ist oder dran vorbei. So übe ich mich gleichzeitig im Sehen, während ich zeichne. Übermittle, was ich erkannt habe, vom Auge an die Hand. Sehe, wie sich mein Motiv auf dem Papier entwickelt, ob die Hand verstanden hat, was Auge und Kopf meinten. Immer wieder lege ich Pausen ein, halte das Skizzenbuch etwas weiter weg, bevor ich weiter zeichne. Sorgsam führe ich den Stift, während ich das Motiv wieder und wieder betrachte, riskiere eine Linie, behutsam, schnell, wie es will, einen Strich, einen Punkt, Linien, Kringel, Kreise. Manchmal Seufzer mittendrin: „Ah, der war zu viel! Nun habe ich es ruiniert! Sofort sehe ich es. Anders als beim Schreiben ist sofort erkennbar, wo etwas gut getroffen ist, wo etwas gelungen ist, oder wo etwas auf dem Papier zu viel, zu groß, zu klein, zu breit, zu schmal, zu schwarz ist. Ob die Nase zu lang, das Ohr zu schief, die Augenbrauen sind, wie die des Modells, die Lippen, der Bart. Muss ich jede Falte, jede Form übernehmen? Wie viel Freiheit nehme ich mir beim Zeichnen bei „meiner Version des Modells“? Schließlich will ich nicht fotografieren, sondern eine Zeichnung anfertigen. Wie möchte ich umsetzen, was ich sehe? Kann ich es schon? Welche Farben will ich verwenden, welche Technik ausprobieren? Muss das Ergebnis Ähnlichkeit haben mit dem Original, muss es erkennbar sein? Ich übe und kann im Skizzenbuch sehen, dass ich im Verlauf dieser Woche schon kleine Fortschritte gemacht habe, dass manche Erkenntnis verinnerlicht die Umsetzung auf dem Papier noch sucht, manche schon angekommen ist, doch das heißt noch nicht viel: Beim nächsten Bild fange ich wieder von vorne an, aber vielleicht doch nicht ganz von vorn. Jedes Bild ist weiteres Üben und Lernen, so wie jeder geschriebene Text, wie jedes Gedicht, auch. Es ist eine Annäherung an die Realität oder Phantasie, an ein Gefühl, eine Stimmung, Erfahrung, Idee, an ein Objekt oder Subjekt, an einen Moment oder eine Geschichte. Es ist der Versuch, auf unterschiedliche Art und Weise, nämlich Sprache oder Farbe, etwas Neues von Innen nach Außen, also in die Welt zu bringen. Wiederholen heißt lernen und so, wie man lernen muss zu schreiben, immer wieder dieselben Spazierstöcke aufs Papier malt, bis die Hand locker genug ist, dass man ein m oder n schreiben kann, so gilt das mit dem Wiederholen auch fürs literarische Schreiben und auch fürs Malen. Es entwickelt sich, indem man es tut.

© mp

Tagwerk

„Wenn man glücklich ist, so gibt es noch viel zu tun: Das Trösten der anderen.“

(Jules Renard)

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sonntagmorgen

ich sitze bei geöffnetem fenster am schreibtisch, die katze ist gerade auf die fensterbank gesprungen und sieht in den himmel. ein paar vögel, die sich noch nicht auf in den süden gemacht haben, flattern zwischen den bäumen umher. ein pärchen radelt durch die straße, ein auto fährt vorüber. ich höre leise musik. eigentlich ist der morgen für mich ein moment der ruhe, stille und besinnung, doch manchmal, wenn ich neue musik entdeckt habe, höre ich sie schon früh, oft wieder und wieder und bin ganz erfüllt davon. erst gestern das schöne lied von mansionair, höre ich nun LP, so heißt die amerikanische band mit der tollen, beeindruckenden singstimme der sängerin.
ich spüre immer wieder, wie mich das schön-kreierte emporhebt, wie es mich trägt, mich bereichert – musik, literatur, kunst jedweder art, alles schöne. gerade geht jemand pfeifend die straße entlang, ich muss lächeln.
vor ein paar tagen habe ich meinen zweiten espedal beendet, also den roman „wider die kunst“, worin der norwegische dichter und schriftsteller tomas espedal über den tod seiner frau schreibt und wie es das zusammenleben mit seiner tochter und auch sein schreiben verändert hat. seine sprache ist so kraftvoll, poetisch und tief, so unfassbar schön, dass ich es einfach nur liebe! es ist wie beste speise für herz, seele und den kopf. noch ganz erfüllt davon bin ich in die buchhandlung und habe dort nach „gehen“ gefragt, einem anderen roman von ihm.
„wider die natur“ war der erste roman, den ich von ihm gelesen habe, mein „einstiegs-espedal“, in dem er über die liebe schreibt, ein wundervoller roman, wie ich finde, den ich nur empfehlen kann, (wie alle bücher von ihm). in der buchhandlung gab es „gehen“ nicht, also habe ich es dort bestellen lassen, doch es gab ein anderes von tomas espedal, das ich gekauft habe – „bergeners“, eine sammlung aus erzählungen, anekdoten, gedichten und notizen von ihm. endlich habe ich gelegenheit auch gedichte von ihm zu lesen! bevor ich es wußte, dass er gedichte auch schreibt, habe ich es schon geahnt, seine sprache lässt einfach darauf schließen. er beschreibt und schreibt so unglaublich bildhaft lebendig-schön! gestern habe ich „gehen“ abgeholt, noch habe ich ein paar der erzählungen aus „bergeners“ zu lesen, bevor ich „gehen“ beginne.
die katze sitzt wieder am fenster, nach einem kleinen erkundungsspaziergang durch die wohnung ist sie wieder zurück an ihrem fensterplatz. die andere katze springt über schreibtisch, kommode, auf den schrank und putzt sich oben das schöne, weiche, schwarze fell. die bäume vor dem fenster lauschen meiner musik, draußen rufen ein paar krähen sachte in den morgen.
ein farbenfrohes bild zeigt sich mir hier: das langsam sich entsättigende grün wird zu hellerem grün, gelb, manche blätter sind rötlich-braun. einige äste sind schon blätterbefreit, andere halten sich noch, bevor auch sie bald loslassen.
sonntag. ich werde noch etwas lesen, musik hören und vielleicht noch an meinem bild weiter arbeiten, bevor ich zur arbeit gehe. dieses lied, welches ich heute morgen (und gestern auch schon) immer wieder höre, ist so wunderbar und ich werde es für euch da lassen.
ellen hat mich dran erinnert, dass die uhr umgestellt wurde letzte nacht. das habe ich gestern abend schon gemacht. ich hätte es vergessen, hätte ich es bei ellen nicht gelesen, vielleicht geht es euch auch so, somit habe ich euch nun auch daran erinnert. ich wünsche euch einen wundervollen herbstlichen inspirierend-kreativen tag. alles liebe. ❤

notizen, oktober 2018

herbstbellen

vor dem fenster geht ein hund, der mit seinem herrchen spazieren geht: herrlich, geht die kunde, mit dem hund im herbst für eine stunde eine runde lässig durch die gassi gassi gehen lassen. glück erfassen: menschen sehen, durch die herbstluft gehen. aus dem fenster spähen, auf zehenspitzen stehen. meine eine katze kratzt sich am kratzbaum, die andere liegt schlummernd auf dem sofa. neben dem napf katzencracker, leckerschmecker. ich höre tendenziell die musik von tender im moment. moment! miaut die kleine katze, obgleich ich ihr frühstück längst serviert habe; ich verstehe – es fehlt noch etwas zum glück – das kraulen! kaum kraule ich sie, folgt das schnurrige geräusch, es schnurrt sich kopfüber in die musik und in mich hinein, da springt die katze vom boden hoch, direkt aus der hocke hoch auf den schreibtisch und legt sich kopfüber auf die tischplatte. hold on a minute, singt tender und ich kraule die schreibtischkatze. die katze streckt ihre tatzen in die luft, ich tippe in die tasten, taste mich in den tag, die worte tönen: einkaufen aufm markt. lebensmittel fürs mittagessen nicht vergessen: ich will noch mal malen. ich male mir aus, wie ich später male. wird schön sein wenn ich male, male ich erstmal aufs papier – diesmal mit worten. die vorfreude freut sich wortreich auf den farbenfroh gefärbten vormittag, mittag, nachmittag, abend. erquickend und labend, nein, nicht verausgabend. freude spricht durch die sprache der farben, freut sich die sprache: farben lachen funkelndfroh! die farben geben eine vorstellung, die vorfreude der farben färbt sich vielfach farbenfroh. inneres farbenexplodieren und applaudieren. draußen hupt hauptsächlich ein auto die hauptstraße entlang. automatisch fenster schließen, blumen gießen. worte sprießen, worte und farben fließen aus freude und phantasie aufs papier. bilder genießen, gießen in gedichte und prosa, behände malen die hände auf leinwände. worte und buchstaben haben eigne farben, laben sich an meiner phantasie, ich schreibe wie sie mich durchwandern, mich erkunden, ich sie, für stunden, wieder ein neues wort gefunden, in den text eingebunden. ab mittag malen für stunden. phantasie und wort-und farbenwelt auf der leinwand erkunden.

© mp

(tagebuchnotizen, ende oktober 2018)

Besuch einer Ausstellung [Gerhard Richter]

Durch die Räume, sehe sie. An der Wand, zu mir herüber. Groß, fast alle. Schön. Gedanken: In meine Wohnung. Wohnzimmer. Wand mit den Regalen, daneben. Darüber. Oder Schlafzimmer. Große freie, weiße Wand. Zwischen Fenstern. Gegenüber. Tages-und Sonnenlicht. Diese Farben! Sehe es strahlen. Gehe durch Räume, so, still, sprudelnd vor Freude. Nähere mich. Slowmotion. Stop. Station. Staunen. Geist nimmt Bild auf, mit allen Sinnen. Bild nimmt mich auf. Gefühl beginnt Dialog mit Farbe und Komposition. Ohne Worte. Kunst. Manche stellen sich direkt vor das Bild, bedecken es mit Rücken, Gedanken und Gefühlen. Ich warte. Das Genießen ist nicht Wollen, vielmehr Folge des Sehens. Diese Farben! Rot, breitflächig, links eingestrichen, Schärfe. Unschärfe. Untergrund weiß, dann Rot, strukturiert, fast ein Viertel des Bildes. Auch hineingezogenes Grau, dunkles Blau, wie unleserlich gewordener, verwitterter Schriftzug. Darüber durchschimmernd Rot, Grün, hochgewachsene Balken, streuende Formen. Wunderbar. Jedes Kunstwerk erzählt dem Betrachter eine persönliche Geschichte. Zwiegespräche. Anfangs in jedem Raum mehr als ein Lieblingsbild, später wähle ich eines aus allen, ein lebendiges, farbenfrohes Vielflächiges, mit himbeerroten Anteil, viel Gelb und Grün: Abstraktes Bild, 952-2. Abstrakt sind hier alle Bilder. Frisches Museum, hohe Räume und Parkettboden, tragen leicht und elegant die beeindruckenden Kunstwerke. Angenehm, hell. Wir laufen gemeinsam in Räume, dann geht jeder in seine Richtung, im eigenen Tempo.

© mp

Museum Barberini, Potsdam, Gerhard Richter, „Abstraktion“, umfangreiche Ausstellung, beeindruckend, vom 30. Juni bis 21. Oktober 2018

transformation

trägst du den glauben ans gelingen in dir, hast du
die besten voraussetzungen um ans ziel zu kommen.

© mp

Vom Da-sein

Ich muss mal wieder schreiben im Blog, dachte ich eben. Nicht, dass ich müßte, aber ich würde gern, doch was? Das ist doch ganz einfach! Schreib doch, dass du wieder da bist! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin! Ich bin wieder da! Traritrara! Zwar war ich schon öfter wieder da, aber diesmal ist es ein anderes wieder da. Aha, und welches? Nun ja, ich war … verreist. Vereist? Nein, nicht vereist, sondern VERREIST. Aha, und wohin verreist? Weit weg. Ziemlich weit. Also warst du nicht mit dem Rad unterwegs? Nein, nicht mit dem Fahrrad, sondern mit einem anderen Fortbewegungsmittel, das auch mit F beginnt. Ferd. Was? Ferd. Wie schreibst du denn Pferd? Ach, stimmt ja. Pferd, so schreibt man das. Ja. Okay. Es war nicht das Fer… ähm, Pferd, weil es ja mit F beginnt, also das F-ortbewegungsmittel. Warte! Fo, Fä, Fi, Fa, Fö … hm, mir fällt nix ein.  Überleg noch mal. Fängt mit F an. Ja, ich weiß. Aber Ferd ist es ja nicht. Nee, Pferd ist es nicht. Fffrrrraaaooollliiiiäää…., äh, nee. Keine Idee. Ffffrrrrüüühhhhlllööö…. hm, nee, echt nicht. Gut, dann können wir das nicht lösen. Du musst schon raten. Hab ich doch. Ja, aber Ferd ist nicht wirklich raten, oder? Hm. Ich hab echt keine Idee, mir fliegt da an Worten einfach nichts Passendes zu. Aha. Fliegt also nix, ne? Nee. Überhaupt nix. Hat sich ausgeflogen. MOMENT! Du bist geflogen! Ohje, du bist geflogen? Jepp. Hin und zurück. Eigentlich ganz einfach. Hätte ich auch drauf kommen können, aber manchmal fliegen einem die Ideen nicht so zu. Ja, kenne ich. Wars denn schön? Ja. Sehr schön. Sogar sonnig wars. Toll. Hast du davon ein Foto? Ja, hab ich. Moment, ich machs mal über den Text.

© mp

 

2018 ist da! Alles Gute fürs Neue Jahr!

Hallo Ihr feinen Menschen da draußen, Ihr wißt es schon: Das neue Jahr ist da! Ich wünsche Euch alles, alles Gute! Auf dass es ein Jahr voller Freude, Inspiration, Gesundheit, guter Erfahrungen, Gedichte, Prosa, Begegnungen, Gespräche, Gedanken und Gefühle wird. Ihr seid die Besten! Erfüllt Euch Wünsche, traut Euch was, springt über Eure Schatten, *hophophop* und fangt neu an und macht jeden Tag zu einem schönen Tag. Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr 2018 und viele gute Menschen an Eurer Seite! ❤ ❤  ❤ Eure Wolkenbeobachterin

 

merry xmas

ich wünsche euch schöne feiertage und ein frohes fest.

inner peace

manchmal rede ich
tagelang mit niemandem
und vermisse nichts

© mp

 

 

tagebuchnotizen, im november 2016

heut‘ gibt es nichts zu lesen

nichts,
absolut nichts,
rein gar nichts,
überhaupt nichts,
kein bisschen,
niente,
null,
zero.

 

© mp

aufgeräumt im kopf

mit einem besen fege ich
meine gedanken durch den kopf
zu den ohren & zum mund heraus
bis alles leergefegt ist und ich
denke: was denke ich eigentlich?
wo sind meine gedanken?
wieso ist es so still in meinem kopf?
was hat die gedanken gemacht?
was hat sie weggemacht?
ist alles leer und leicht?
gut!
der kopf ist frei!
die gedanken sind frei.
jetzt ist wieder platz für neue.

© mp