ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Monat: Januar, 2014

sommer.im.winter.

<p><a href=“http://vimeo.com/65474547″>Once upon a long ago</a> from <a href=“http://vimeo.com/ticodemoraes“>Tico de Moraes</a> on <

orte.

 

orte und wie sie sich verändern, je nachdem, ob man schon dort war, noch hin will. dort aufgewachsen ist, von dort fort will, dort glücklich oder unglücklich war. in die architektur einer landschaft mischt sich phantasie, erlebnis und gefühl. da war ich, als ich dort war, war es warm, dort habe ich gesessen, dort habe ich gegessen, da habe ich mein herz verloren. da habe ich mir dieses tolle kleid gekauft, da habe ich das beste eis der welt gegessen, da habe ich beim sonnenuntergang gesessen. new york, du hast mir sehr gefallen. reisen, mit geist, körper und gefühl. und wieder kehren mit erinnerungen, die wärmen, die freuen, die sprechen lassen oder schweigen. new york, du gehörst jetzt mit zu mir, zu meiner geschichte, zu meinem weg, zu meinem leben.

 

 

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was.tun.was.man.noch.nie.getan.hat.

„man müßte mal was machen, was man noch nie oder schon lange nicht gemacht hat“, sagte mein kumpel und rührte in seiner kaffeetasse. „hab ich vorhin gemacht“, antwortete ich. „und was?“, wollte er wissen. „ich habe die ofenpizza aus der hand fallen lassen, der belag lief die waschmaschine herunter und an meiner hose entlang und auf dem fußboden sammelte sich dann alles in neuer ordnung zusammen“. „aha“, kommentierte mein kumpel, „und was hast du dann gegessen?“ „kaugummi“. „ach scheiße“, sagte er und dann lachten wir. „komm, ich spendier dir kuchen“.

etwas.zu.sich.nehmen.

du bist, was du isst. (ludwig feuerbach)

das gilt auch und besonders für geistige nahrung.

(wolkenreisende)

Hoff.nung.und.Sinn.erfahrung.

Ich glaube daran, dass alles was passiert seinen Grund hat. Dass manche Menschen sich verändern, damit du lernst, jemanden gehen zu lassen, Dinge falsch laufen, damit du die richtigen zu schätzen weißt. Dass du Lügen glaubst, um daraus zu schließen, dass du nicht jedem vertrauen kannst. Und manchmal gute Dinge vorbeigehen müssen, damit Bessere folgen können.

(Marilyn Monroe)

winter.lich.t.

es liegt schnee. seit knapp drei tagen ist winter. endlich, denken manche. ich hatte ihn nicht vermisst. mir ist ein dezember und auch ein januar mit angenehmer temperatur auch genehm. jetzt liegt schnee. die straßen sehen vermatscht aus, die menschen gehen langsamer und alles ist leiser. wenn der sound der stadt heruntergedreht wird vom himmel,  ist es  himmlisch ruhig, oder sagen wir, es ist angenehm, dass es etwas ruhiger ist. ich gehe langsamer als sonst, setze meine füße vorsichtig in den schnee. rutschfeste sohlen sind jetzt hilfreich. ich habe nur leider keine schuhe mit ebensolchen. es geht ja auch anders. behutsam. langsam. wenn man langsam geht, sieht man mehr, sieht man anders, die stadt fühlt sich anders an. schneemänner habe ich noch keine gesehen, aber gestern, einen fotografen, der mit seiner kamera fotos auszumachen versuchte. als ich an ihm vorbei ging, während er seinen blick in den sucher der kamera hielt, sagte ich: „endlich schneebilder, oder?“ und er sagte: „ja, endlich“, und fotografierte weiter. es geht alles langsamer, es geht alles ruhiger und weißer. die stadt ist weiß angestrichen, in den straßen liegt matsch, aber so kalt wie vor zwei jahren ist es nicht. es liegt schnee. seit knapp drei tagen ist winter. es winterlicht. die welt lacht in weiß. vielleicht baue ich später einen schneemann. und ein paar schneebilder habe ich auch schon gemacht.

richtig.und.falsch.

ende der 70er, bis in die 80er jahre, gab es eine kindersendung, ein quiz, das michael schanze moderierte. am ende einer aufgabe oder frage, stellten sich die kinder auf ein feld im studio und dann sagte der moderator: „ob es wahr ist oder nicht, sagt dir gleich das licht.“ (so in etwa) dann leuchtete auf dem fußboden eine der drei lampen und zeigte an, ob es richtig war oder nicht.

ob etwas richtig ist oder nicht, das kann ein gedanke sein, ein ort, ein job, ein mensch oder viele menschen, eine idee etcpp. ob die richtig sind oder nicht, ist häufig schwer zu sagen. da wäre solch ein studio sehr hilfreich, in das man geht, nimmt den entsprechenden menschen mit, einen job oder einen gedanken und dann sagt einem das licht, ob es so richtig ist. aber vielleicht wäre das ja gar nicht so toll, weil man sich das denken abgewöhnen würde und noch etwas anderes.

ich denke, dass in diesen fragen, ob jemand oder etwas richtig (für einen) ist, dass da das denken gar nicht das wichtigste kriterium ist, das antwort geben kann, – es gibt ein anderes, viel verlässlicheres. das fühlen. das gefühl sagt dir, ob du irgendwo richtig bist. das ist das licht in uns selbst.

am.anfang.anfangen.

gestern war gestern. morgen ist morgen. und heute ist heute. vielleicht war es gestern schlimm und schwer. und wie es morgen wird, werde ich morgen erfahren. aber heute ist heute. und nur heute ist heute. und heute ist der tag, an dem ich anfangen kann, etwas anders zu tun. anders zu denken, anders zu reden, mich anders zu bewegen, anders zu kleiden, einen anderen weg zur arbeit nehmen, zur schule, zur uni, zur kita. ich kann anfangen etwas anders zu tun. heute. ein neues gewürz ausprobieren. einen anderen lösungsweg. ein anderes rezept. etwas kaufen, was ich mir schon lange wünsche und leisten kann. etwas tun, was ich schon immer tun wollte. weggehen. hingehen. jemanden verlassen. jemandem seine gefühle gestehen. oder von denen sprechen, die nicht mehr da sind. kündigen. über etwas reden. über etwas schweigen. ich kann anfangen zu joggen. zu stricken. zu malen. zu meditieren. gedichte zu schreiben. jemandem vorlesen. jemanden einladen. jemandem zuhören. mir selbst zuhören. jemanden besuchen. um hilfe bitten. jemandem helfen. gestern war gestern. morgen ist morgen. und heute ist heute. und heute kann ich neu anfangen. heute kann ich dafür sorgen, dass sich etwas verändert. einen ersten schritt machen. das leben so leben, wie ich es leben möchte. sein, wie ich sein möchte, sein, wie ich bin. jeden tag neu anfangen. jeden tag einen schritt. weiter. damit anfangen. heute.

die.einfachen.dinge.

ausreichend schlafen, essen, das gut tut.  gut mit menschen sprechen. ausruhn. bewegen. an der frischen luft sein. gutes tun. zu sich kommen. bei sich sein. achtsam mit gedanken und gefühlen umgehen. gute gedanken denken. zeit mit tieren verbringen.die einfachen dinge sind es, die gut tun. das tun sie tatsächlich, – wenn man sie tut. manchmal muss man sich daran erinnern. und sie tun. öfter als manchmal. machen.

berge.

REBLOGGEN BITTE UNTERLASSEN

Ich mag das nicht. Einfach zu rebloggen. Ohne zu fragen. Eigene Texte schon mal gar nicht. Aber auch andere Beiträge, die man sorgfältig ausgewählt hat, am selben Tag noch zu rebloggen, ohne zu fragen, das einfach zu machen, ich finde das nicht in Ordnung. Wirklich, das macht mich sauer.

Ist das hier so üblich? Ich mag das überhaupt nicht. Lasst das bitte. Oder fragt zumindest. Ich wähle nicht ohne Grund die reblog-Funktion ab. Ich habe nicht ohne Grund den Hinweis unter meinem Blogtitel. Für mich hat es wirklich etwas mit Respekt zu tun.

 

Danke.

Das.eigene.Potential.

Da ist ein Morgen in deinem Inneren, der nur darauf wartet, in Licht aufzubrechen.

(Rumi)

Träume.wagen?

Was, wenn man einen Traum hat? Einen Traum von einem anderen Leben, einen Traum von sich selbst, – zum Beispiel als Musiker? Was, wenn man talentiert ist, Gitarre spielen kann und eine ungewöhnliche Stimme hat, obwohl man doch eigentlich Matrose ist? Matrose bleiben? Musiker werden? Wie wichtig sind Träume? Wie wichtig ist (finanzielle) Sicherheit? Es gibt ihn, ihn, der diesen Traum hat, und der diesen Traum zu leben versucht, als Folkmusiker in New York in den 60er Jahren.  Er, Llewyn Davis, ohne Wohnung, schlägt sich durch, hat hier und da kleine Auftritte mit mäßigem Erfolg, übernachtet bei Bekannten und Freunden und ist chronisch pleite. Er hat mit der Freundin seines Freundes geschlafen und alles läuft schief.  Als er eines Tages die Wohnung eines Freundes verlässt, huscht im Zuziehen der Türe die Katze hinaus und weil Llewyn sie nirgends lassen kann, nimmt er sie kurzerhand mit. In der einen Hand sein Gitarrenkoffer, in der anderen die Katze. In die U-Bahn. Durch die Straßen von New York.

Dies ist der neue Coen-Film mit dem etwas sperrigen Titel: „Inside Llewyn Davis“. Unglaublich gute Dialoge, Katzen und interessante Figuren. Absolut sehens-und hörenswert!

Und das ist der Trailer:

Musik.ins.Ohr.

Alles verändert sich. Manchmal auch Gewohnheiten bzw. die Art, wie man etwas tut bzw. sich etwas bestimmtem nähert. Musik zum Beispiel. Musik höre ich heute anders, als früher. Als ich mir seinerzeit von meinem Taschengeld eine Schallplatte  (!) gekauft habe, auf die ich eine Weile gespart und mich gefreut habe, habe ich diese stundenlang, tagelang, wochenlang gehört. A-Seite, B-Seite. Mich aufs Bett gelegt und „nur“ Musik gehört. Ich habe mir das Cover angesehen, die Texte durchgelesen und diese zu übersetzen versucht. Wenn ich heute Musik „aus früheren Tagen“ höre, dann ist damit immer auch ein bestimmtes LebensGefühl, oft auch bestimmte Menschen oder Orte, verbunden.

Heute ist es anders. Ich kaufe mir eine CD, (ja genau, eine CD) und dann höre ich sie. Ich höre sie aber häufig „nebenher“. Während ich aufräume oder kreativ bin. A-und B-Seite sind aus dem Vokabular gestrichen. Und Songtexte schau ich mir häufig nur dann an, wenn mir ein Lied ganz besonders auffällt, – sei es durch besondere Worte oder besonderen Sound. Manche Booklets habe ich noch nie aus der CD-Hülle genommen. Manchmal aber, da lege ich mich aufs Bett und höre die neue CD. Und dann ist es ein bisschen wie früher.

Fischer.Z.