ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Monat: November, 2017

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vom sehen

so wie du mich siehst
siehst du dich vielleicht
oder siehst du mich
so wie ich bin
oder bin ich so wie du
mich siehst oder du so
wie ich dich sehe oder
bist du so wie du dich
siehst wie siehst du
überhaupt was siehst du
wenn du siehst?

© mp

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inner peace

manchmal rede ich
tagelang mit niemandem
und vermisse nichts

© mp

 

 

tagebuchnotizen, im november 2016

Musik!

versuch eines gespräches

kennst du kafka?
kaufland? ja, da bin ich öfter

nein, ich meine den literaten
ja, literflaschen kaufe ich auch

ich sprach vom autor
das ist noch in der werkstatt

was ist mit deinen ohren?
was hast du verloren?

den kontakt mit dir
für mich auch ein bier

© mp

 

musik

23.696

Hallo Ihr Lieben, der November ist der Nanowrimo-Monat. Sagt Euch nix? Also: Jedes Jahr im November schreibt man, mit Menschen aus der ganzen Welt, innerhalb von 4 Wochen, an einem eigenen Roman, und zwar ist das Ziel: 50.000 Worte in diesen vier Wochen. Diese geschriebene Fassung wird natürlich nur eine erste sein, da Romane bekanntlich (wie andere Texte auch) Überarbeitung brauchen. Jedenfalls – am 01. November ist der Nanowrimo gestartet und bislang bin ich bei 23.696 Worten (Stand: Gestern Abend). Es ist eine spannende Reise, dieses Schreiben auf Zeit, es macht viel Spaß, zwischendurch habe ich einen Tag Ruhepause eingelegt. Es ist jedes Mal so, dass ich eine Menge lerne während dieses Prozesses. Schreibt noch jemand mit?  Wie sind Eure Erfahrungen? Wie kommt Ihr voran?

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Novembermorgen

Nebelschwaden auf den Feldern
das Jahr geht langsam
zu Ende – es wird ruhiger
der Winter naht
der Himmel näht
die Jahreszeiten aneinander
die Straßen werden leerer
ein paar Spaziergänger
in dicken Mänteln stapfen
voran mit sichtbarem Atem
ein paar Elstern fliegen umher
Schornsteine dampfen
die Fenster leuchten
und drinnen liest jemand Rilke

© mp

für alle die den sommer vermissen