ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Kategorie: Musik

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^_^

auftakt

the space inbetween

((–))

always

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You are on my mind

Ry X in Concert

 

You make me sweat, sweat, sweat, musikalisches „Masterpiece“ und eines meiner Lieblingslieder von Ry X, dem australischen Sänger mit der sanften, hohen Stimme. Damit hat er sein Konzert eröffnet, gestern Abend, hier in Berlin, in der Verti Hall. Er, der im richtigen Leben Ry Cuming heißt, kommt auf die Bühne, trägt eine weite, weiße Leinenhose, ein weißes T-Shirt, einen cremefarbenen Leinen-Flattermantel, Bart, einen Hut und seine Gitarre. Er performt mit fünf Musikern des Babelsberg Orchesters und drei weiteren Bandmitgliedern. Die Bühne ist angenehm ruhig gestaltet, wie ein Stillleben: Mit brennenden Kerzen, die in Dreiergruppen auf der Bühne verteilt stehen, sieben Scheinwerfern, die gedämpftes Licht in den Raum werfen und einer Nebelmaschine, die Wölkchen über die Bühne verteilt. An drei Bühnenwände werden unscharfe Videobilder projiziert. Zufällig stehe ich in der zweiten Reihe, ganz vorn an der Bühne und lasse mich mitnehmen auf diese beeindruckende, musikalische Reise. Der sehr entspannt wirkende Ry X spielt Bound*, als er sich das erste Mal ans Publikum wendet. Er freue sich wieder in Berlin zu sein, erzählt er und wirkt selbst ganz ergriffen. So geht es mir auch während des gesamten Konzertes.

Wovon ich bislang nichts mitbekommen hatte, ist das gemeinsame Projekt Howling mit dem Berliner Musiker Frank Wiedemann. Der fügt Ry X‘ Musik unaufdringliche elektronische Tanzbeats hinzu (und performte gestern zwei Songs mit ihm).

Besonders war auch „die Vorband“, die blonde Musikerin und Geigerin, Hannah Epperson. Mit ihrer Geige, die sie zum Teil wie eine Gitarre spielte, erzeugte sie sehr schöne Klänge, die sie als Samples abspeicherte, um weitere Musik darüber zu spielen, eine Musikcollage zu der sie sang. Nach dem zweiten Stück hatte sie eine Bitte ans begeisterte Publikum. Ob es in Ordnung sei, wenn sie uns, das Publikum, fotografiere, da ihr ihre Eltern immer wieder erzählten, sie solle doch einen anständigen Beruf erlernen und das Foto könne zumindest eine Ahnung davon vermitteln, dass sie bereits auf dem Weg sei, vielleicht von ihrer Musik leben zu können. Dann zückte sie ihr Smartphone, Hände streckten sich gen Decke der Halle und sie machte das Foto.

Ry X ist noch in mehreren Städten im In-und Ausland auf Tour. Wer Gelegenheit hat hinzugehen, sollte das tun. Die nächsten Städte, in denen er auftritt: Leipzig, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Luxemburg. Wieder eine Empfehlung von mir. Mein Ticket (Stehplatz/Innenraum) hat knapp 40 Euro gekostet.

© mp

Mein aktuelles Lieblingslied, das ich seit Tagen höre, von seinem neuen (empfehlenswerten) Album „Unfurl“:

you are on my mind (ich denke an dich …)

 

* https://stadtzottel.wordpress.com/2018/11/21/so-schoen-so-unfassbar-schoen/

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colour me

TENDER in Concert

Kürzlich entdeckte ich zufällig, dass TENDER on Tour sind und auch in Berlin spielen und musste natürlich hin! TENDER, die ich letztes Jahr knapp verpasst hatte. Diesmal nicht! Das Konzert fand am Samstag in der Kulturbrauerei statt, dort im Maschinenhaus, einem überschaubaren Raum unter dem Dach des Backsteingebäudes. Dass es ein eher kleines Konzert würde, war auch daran erkennbar, dass es kein Konzertplakat gab, sondern nur einen handgeschriebenen Zettel an der Eingangstür. Als wir das Maschinenhaus betraten, war noch Zeit am Merchandising-Stand vorbei zu gucken und Getränke zu kaufen. Wir schnappten uns die noch zwei freien Barhocker rechts von der Bühne und unterhielten uns dort im blau-grün-roten Licht des Raumes.

einer der Songs vom neuen Album:

Als TENDER die Bühne betraten, war das Maschinenhaus mit etwa 200 Leuten gefüllt. Eigentlich besteht die Band ja nur aus zwei Personen, aus James Cullen und Dan Cobb, doch sie hatten noch einen sehr engagierten Schlagzeuger und einen Bassisten dabei.
Leider scheint das Maschinenhaus akustisch schwierig zu sein, jedenfalls flog uns anfangs der Bass ordentlich um die Ohren. Doch der Tonmann hatte gute Reflexe, der Sound wurde glücklicherweise schnell besser. Die Band performte souverän ihre Songs und hatten sichtlich Spaß bei ihrer Arbeit (der Schlagzeuger ging richtig ab). Auch live waren die Stimmen super, kleine Ansprachen ans Publikum und es ging weiter mit dem nächsten Song. Über eine Stunde spielten sie ihre aktuellen Tracks, auch von den bisherigen Alben einige Stücke, wie afternoon, erode, nadir, machine, outside, violence und, und, und. Alle tollen Songs leicht variiert vom Original. Das Publikum war begeistert! Und zuletzt gabs auch noch zwei Zugaben. Meine Empfehlung: Geht hin, wenn Ihr Gelegenheit dazu habt! Ticket knapp 18 Euro. Und kauft das Album! Das ist nämlich ganz großartig. Download ca 8 Euro, als CD für ca 10 Euro.

© mp

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Hallo, meine Lieben, ich komme im Moment zu fast gar nichts (dafür SORRY an Euch!). Hier Musik! Bis ganz bald. ❤ liche Grüße und Euch einen schönen Tag!

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