ameisen im kirschblütenhaufen

schreiben als antwort aufs schweigen

Monat: November, 2014

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Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

(Wilhelm von Humboldt)

Song for you.

Keine Benachrichtung über die Benachrichtigung

Die WordPress-Seite wird anscheinend gerade umgebaut. Jetzt finde ich den Punkt „Benachrichtigungen“ nicht mehr. Da konnte ich in einer Übersicht sämtliche Kommentare ansehen und per Link dorthin springen bzw. gleich in der Benachrichtungsübersicht antworten. Das war zuvor in der Leiste links oben, direkt unter der Weltkugel. Jetzt ist es weg. Ich finds nirgends. Hat jemand eine Ahnung, wo das zu finden ist? Ich fand das sehr hilfreich und entschuldige mich schon mal im voraus, weil es sein könnte, dass ich den ein oder anderen Kommentar nicht beantwortet, weil nicht gesehen habe. Sorry.

Wege.

Seelenfragen.

„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Woher kommt eine zweite Seele? Ist sie von Anfang da oder gibt es anfangs nur eine? Wenn es nur eine gibt, – woher kommt kommt die erste, woher eine zweite? Was ist mit dieser zweiten Seele? Gibt es die in jedem Menschen oder nur in manchen? Was erzeugt sie, was verbindet sie, was verhindert sie, was tut sie? Ist die zweite Seele, die wahre Seele oder eine abgespaltene? Was will die eine, was die andere? Gibt es eine echte und eine unechte? Welche Rolle spielen Gedanken? Welche Erfahrungen? Welche Rolle spielen andere Menschen? Welche die Umgebung? Gibt es überhaupt eine Seele? Haben Tiere eine oder auch zwei? Wenn ja – wodurch? Ist die erste oder zweite Seele eines Tieres, die eines Menschen vergleichbar oder haben Tiere nur eine oder sogar gar keine Seele? Das innere Zerrissensein, – ist das die zweite Seele? Aus der Haut fahren, ist das ein Beweis der zweiten Seele? Außer sich sein, ist das die zweite? Das eine Wollen, das andere bekommen. Das eine Wollen, das andere können. Macht das die Zerrissenheit aus? Wie fügt man eine zerrissene Seele wieder zusammen? Geht das überhaupt? Ist das allein zu schaffen oder braucht es dazu einen anderen? Wie belastbar ist eine Seele? Und was macht ihre Belastbarkeit aus? Es heißt in der Bibel, dass Gott dem Menschen nur soviel gibt, wie er tragen kann. Stimmt das? Was ist, wenn jemand zusammenbricht? Ist das die Seele? Ist das das Zerbrechen einer Seele? Spricht eine Seele? Was sagt sie? Wenn sie spricht, wann spricht sie, wann nicht? Und wann spricht welche? Kann eine Seele nur empfinden? Was empfindet sie? Was die eine, was die andere? Ist eine zweite Seele eine Hilfe oder eine Last? Können beide Seelen verschwinden? Miteinander kommunzieren? Oder gar eine dritte erzeugen? Gibt es Menschen ohne Seele? Und wenn ja – wohin ist sie gegangen, wenn sie nicht mehr da ist?

© mp

 

 

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Hunderttausend Seelen – wie viele Menschen mögen das sein?

(Jules Renard)

 

 

(gelesen bei Aphorismen.de)

Bluebird.

Laub.

Ich weiß noch, dass etwas im Laub raschelte und ich dachte: Das ist die Hoffnung. Das ist das Glück. Dann hüpfte sie fort, die Hoffnung, das Glück rannte einen Baum hoch, bis in den Wipfel. Ein Eichhörnchen. So geht es manchmal, dachte ich. Dass man denkt, man wüsste und  man weiß doch so oft nicht. Zum Beispiel, wenn es still, aber nicht ruhig ist. Wenn kein einziges Wort fällt. Oder steht. Das einzige, was wichtig ist, ist, mit Ruhe hinschauen, denke ich dann. Und vielleicht stimmt nicht mal das. Vielleicht muss man einfach nur fühlen, wenn es still ist oder wenn es laut ist. Lauschen und du weißt Bescheid. Ich höre gern Worte, ich lese sie gern, ich lehne mich an sie, ich richte mich daran auf, ich stürze mich in sie, ich schwelge darin. Doch es ist ein Irrglaube, alles benötige Worte. Es geht auch ohne, aber das haben wir verlernt: Ruhig zu sein, zu lauschen, zu spüren, zu fühlen. Da bin ich und da bist du. Hallo, schön dich zu fühlen. Das haben wir fast vergessen, wie das geht. Weil es immerzu tönt. Weil es immerzu wortet. Überall. Alles voller Worte. Voller Töne. Dabei sind wir alle voller Melodien. Wenn wir still sind, hören wir uns. Dann hören wir den anderen. Und dann hören wir die Musik, die wir zusammen sind.

 

© mp

Über Bärte