Lollapalooza 2018, Teil 2/3

von wolkenbeobachterin

Um 15.30 Uhr wartet an Hauptbühne 1 der nächste interessante Act: Years & Years. Wir hatten schon 2016 das Vergnügen, was hier nachzulesen ist: https://stadtzottel.wordpress.com/2016/09/15/lollapalooza-im-treptower-park-tag-2/ und hier: https://stadtzottel.wordpress.com/2016/09/16/lollapalooza-im-treptower-park-tag-2-teil-ii/ Es ist warm, der Himmel hellblau, verschönert mit ein paar hübschen Federwölkchen (für mich) und die Besucherzahlen sind sichtlich angestiegen. Die Fläche vor Hauptbühne eins ist voller wartender Fans, die sich auf die britische Band freuen. Ich stehe links neben der Bühne und erinnere mich gerade an mein erstes Lollapalooza-Festival in 2016, bei dem auch Years & Years zugegen waren, als Sänger (und Schauspieler) Olly Alexander, der jetzt rothaarig ist, sagt: „Wir waren schon mal 2016 hier. Es ist toll, wieder hier zu sein, am Ende des Sommers.“ Ich nicke zustimmend, da beginnt er auch schon sich gekonnt auf der Bühne zu räkeln, zu singen und sich auszuleben mit einer Gruppe von Tänzern, was so aussieht wie im Video.

Die Menge ist begeistert, applaudiert, singt und tanzt mit, ich höre eine Weile zu und obwohl die Stimmung gut ist, entscheide ich mich spontan, wieder ins Stadion zu gehen, zu Perry’s Stage. Beats schwappen über den Platz, ich bin neugierig und möchte hin um zu sehen, wer da Musik macht. Es sind Ofenbach, zwei DJs und Produzenten aus Frankreich, die ich noch nicht kenne, aber kennen lernen möchte. Eins ihrer bekannteren Stücke ist dieses hier aus 2017:

Es ist laut, die Wände wackeln nicht, da es hier keine gibt (aber sie würden, gäbe es welche) im offenen Olympiastadion, das inzwischen wieder zur Hälfte gefüllt ist. Und zur Hälfte, das heißt, das mehrere Tausend Leute hier sind, kaum jemand steht still, und wenn, dann, um ein Selfie zu machen mit den Videoinstallationen der DJs im Hintergrund. Die Menge tanzt vergnüngt und singt laut mit. Ich bin ebenfalls enthusiastisch dabei und stelle später fest, dass ich die Zeit völlig vergessen und dadurch jemanden verpasst habe, den ich gerne gehört und gesehen hätte und zwar Ben Howard, Singer-Songwriter aus London. Aaaargh! So ist es manchmal mit den Überschneidungen der Auftritte – manchmal spielen zwei parallel an verschiedenen Orten! Hier eines seiner schönen, ruhigen Lieder:

und dies hier, eines meiner Favoriten von ihm. Schade, schade, schade. Nun ja, vielleicht höre ich ihn ja mal an anderer Stelle.

Ich bleibe an Perry’s Stage, der Bühne im Olympiastadion, denn dort spielt ab 17 Uhr Jonas Blue. Und der füllt auch die verbleibende Fläche im Stadion. Der 29jährige Musikproduzent aus London rockt das Innere des Stadions und das Publikums rockt mit! Freude und Begeisterung pur! Hunderte von Smartphones tanzen in der Luft, um einen Song nach dem anderen mitzuschneiden. Zum Beispiel diesen:

oder diesen, der im Radio rauf und runter gespielt wird:

© mp

Fortsetzung folgt ….

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