wir

von wolkenbeobachterin

die sätze
und das, was wir sagen.
die sätze,
und das, was wir nicht sagen.
das, was die sätze sagen und
das, was die sätze nicht sagen.
was wir nicht sagen können.
und doch ruft alles
was wir sagen
und alles
was wir nicht sagen
zum anderen hin.
er hört es.
erhört es.

das, was die sätze sagen
und das, was sie nicht sagen.
das, was im innern berührt.
und das, was keine worte hat.
das, was wir einander sagen und
das, was wir einander nicht sagen.
das, was wir fühlen
und keine worte hat.
das keine worte braucht.
und das, was danach sucht,
immerzu sucht.

als gäbe es dies:
gewissheit.
gewissheit in den worten,
gewissheit in den taten,
gewissheit im innern.
es ist gut so, wie es ist.
ganz gleich,
ob es worte hat oder nicht.

da, wo wir sind und
da, wo wir nicht sind.
mit unseren worten.
mit unseren gefühlen.
mit uns.

wir wissen und
wir wissen nicht.
wir sind getragen und bewegt
von allem,
was in uns spricht
und schweigt.

© mp

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