Trust

von wolkenbeobachterin

Sitzen am Schreibtisch, frühmorgens. Den Gedanken folgen, Erkenntnisse fädeln sich Wort für Wort in den Tag. Was habe ich wann getan und warum? Was nicht? Warum geschah dieses oder jenes? Warum manches nicht? Antworten, die sich in Spiegelungen finden und der Mut, diesem Spüren und Sehen Worten anzulegen, wie eine passende Weste. Weiß. Weiß nicht. Spuren, überall. Spüren. In Musik Stimmungen finden, die synchron sind zum Inneren. Bilder. Das innere Empfinden – eine eigene Welt. Wunder. Wandelbar, wie man selbst, wenn man es zulassen kann und will. Geburtsschmerzen. Das Neue durchdringt das Bekannte. Geschenke. Bald ist Weihnachtszeit, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Zuneigungen neigen sich dem Verstehen und Entziehen zugleich zu. Nicht alles muss erklärt werden, manches nur gespürt werden. Ein Jahr verabschiedet sich. Wie viele Abschiede liegen darin? Wie viele Neuanfänge? Wann, wo und wie hat was angefangen und wann etwas aufgehört? Wie ist der Klang des Anfangs? Wie der des Abschieds? Und wie sehr ähneln sie sich an manchen Tagen. Wege, wie sie entstehen. Abzweigungen, die sich anfühlen, wie Scheidewege. Entscheidungen. Und wie schwer manches wiegt, wenn wir uns anklammern an etwas, das wie Sicherheit aussieht, obwohl wir doch wissen, dass es keine Sicherheit gibt. Sich dafür entscheiden, das Neue zu erkennen. Und über allem der Mond, die Sonne, die Sterne. Welch wunderbare Welt, unser Innenleben! Behutsam hinsehen, wortlos, spüren: Ein Ruhepunkt, in dem die nächste Bewegung bereits angelegt ist.

© mp

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