Summer.time.

von wolkenbeobachterin

Eben ist das Licht ausgegangen. Dann war es wieder hell. Dann wieder dunkel. Hell. Dunkel. Immer noch dunkel. Dunkel. Hell. Was ist das? dachte ich und drückte wieder den Schalter. Dunkel. Hell. Dunkel. Faszinierend! Hell. Dunkel. Hell. Verrückt. Du liest ja immer noch. Dunkel. Hell. Na, machst Du auch manchmal solche lustigen Dinge? Dich wundern? Bestimmt. Eben ist das Licht ausgegangen. Hast Du gesehen? Es ist direkt in den lauen Sommerabend gegangen. Heute Abend grillt es. Summergrillhappyness. Es gibt Menschen, die machen Experimente. Das hier ist keins. Dies ist ein harmloser Text. Der tut nix. Der will nur spielen. Ich werfe mal ein Stückchen Text in die Luft. Lauter luftige, laue, leichte, leise Lieblingsworte. Schau mal, da ist wieder der Mann mit dem Hund. Jeden Tag gehen sie zusammen spazieren. Jeden Tag trägt der Hund denselben Anzug. Und der Mann trägt einen Blumenkranz auf dem Kopf. Sie stehen stundenlang an der Litfaßsäule. Das könnte ich auch. Stundenlang irgendwo stehen, an nichts denken, nicht mal an Hundefutter. Hell. Dunkel. Hell. Dunkel. Gestern Abend haben wir im Park gesessen. Es war so schön, warm und es war so so so …, wie wir da zusammen saßen und über unsere Leben sprachen. Hell. Dunkel. Hell. Dunkel. Erst fremd, dann wussten wir immer mehr von einander. Ich muss gleich los, hattest du gesagt und warst dann doch noch über eine Stunde geblieben. Hell. Dunkel. Dann haben wir unsere Getränke bezahlt und hatten lauter tanzende Träume in unseren Köpfen, jeder für sich. Hell. Dunkel. Der Mond stand sichelig am Himmel, als wir unsere Fahrräder nach Hause schoben. Ein schöner Abend. Ein wirklich schöner Abend. Und Du hast gesagt, … das verrate ich nicht. Doch. Du  hast gesagt, Du machst manchmal das Licht aus. Und wieder an. Und wieder aus. Und wieder an.

 

 

© mp

 

 

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