Musik.ins.Ohr.

von wolkenbeobachterin

Alles verändert sich. Manchmal auch Gewohnheiten bzw. die Art, wie man etwas tut bzw. sich etwas bestimmtem nähert. Musik zum Beispiel. Musik höre ich heute anders, als früher. Als ich mir seinerzeit von meinem Taschengeld eine Schallplatte  (!) gekauft habe, auf die ich eine Weile gespart und mich gefreut habe, habe ich diese stundenlang, tagelang, wochenlang gehört. A-Seite, B-Seite. Mich aufs Bett gelegt und „nur“ Musik gehört. Ich habe mir das Cover angesehen, die Texte durchgelesen und diese zu übersetzen versucht. Wenn ich heute Musik „aus früheren Tagen“ höre, dann ist damit immer auch ein bestimmtes LebensGefühl, oft auch bestimmte Menschen oder Orte, verbunden.

Heute ist es anders. Ich kaufe mir eine CD, (ja genau, eine CD) und dann höre ich sie. Ich höre sie aber häufig „nebenher“. Während ich aufräume oder kreativ bin. A-und B-Seite sind aus dem Vokabular gestrichen. Und Songtexte schau ich mir häufig nur dann an, wenn mir ein Lied ganz besonders auffällt, – sei es durch besondere Worte oder besonderen Sound. Manche Booklets habe ich noch nie aus der CD-Hülle genommen. Manchmal aber, da lege ich mich aufs Bett und höre die neue CD. Und dann ist es ein bisschen wie früher.

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