Das.Glück.knüpfen.lernen.

von wolkenbeobachterin

Es gibt ein Gedicht von Rilke, in dem er über Menschen schreibt. Über Menschen, und deren Gebrauch von Sprache*. Über deren Sicht der Welt, die eng verknüpft ist, mit ihrem Gebrauch der Sprache. Die Welt. Die sie nicht ansehen, sondern einengen. Geschlossene Herzen, die auf Augen liegen. Wie Steine. Auf der Lauer, auf der Mauer. Es gibt Menschen, von denen ich mich tagelang erholen muss. Ich fürchte mich. Nicht. Vor. Dir. Solange. Ich. In. Meiner. Nähe. Bin. Ich brauche dich nicht. Aber ich rede und bin gern. Mit mir. Mit dir. In. Meiner. Nähe. Nähe. ich. mir. einen Flickenteppich. Aus verlorenen Maschen knüpfe ich neuen Boden. Hoffnungsfroh. Mit einer großen Wiese. gutem Boden. Für dich. Für uns. Vielleicht für dich. Für mich. Es wäre schön, du und ich. Hier. Wir. Ach, ich weiß nicht. Ich knüpfe und lade dich ein. Du bringst eine Schere mit. Ich sehe Dich an und schenke dir Tee ein. Du schenkst mir keinen Wein ein. Ich träume so selbstsicher. Als würde es nichts kosten. Als du gehst, ist der Boden aufgewühlt. Blumen ausgerupft. Wasserkübel umgestoßen. Manchmal frage ich, wie idiotisch jemand sein muss, der die Hoffnung nicht aufgeben mag. Gar nicht. Antworte. Ich. Mir. Dann. Klau. Stro. Phobisch. Philosophisch. Ich war es, die den Boden aufgewühlt hat. Erde an meinen Händen Blumenblüten. Ich finde die Schere. Sie liegt zwischen dir und mir. Träume ich? Wie sich manchmal alles verwischt. Vermischt. Wissen Fische, dass sie von Wasser umgeben sind? Ich öffne das Fenster. Halte meine Hand ins Freie. Draußen. Drinnen. Ich sitze am Fenster. Die Hoffnung kommt. Die Hoffnung ist. Ich sehe ihr zu. Ich sehe ihr Kleid, ihr schönes Kleid. Die Hoffnung ist mir treu. Die Hoffnung speist. Sich. Aus. Der. Sehnsucht. Die. Nicht. Satt. Wird. Ein Mensch. Zwei Mensch. Drei Mensch. Und nichts wird, wie es war. Und alles, was du glaubst, ist wahr. Und es ist wahr, dass ich manchmal an dich denke. Und es ist wahr, dass Träumen eine Weile tröstet. Immerhin. Und vielleicht denke ich manchmal zuviel. Ich geb mein Bestes. Du auch, oder? Und vielleicht gibt es eine Sprache, die man nur hört, wenn man der Stille zuhört.

(Das Gedicht von Rilke heißt: „Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort“).

 

© mp

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