Der.Innere.Kritiker.Zu.Gast.

von wolkenbeobachterin

Es gibt Themen, die sich wiederholen. Und doch ist es manchmal gar nicht so leicht, sie „wieder zu holen“, um sie anzusehen. Als ob sie flüchteten, die Schüchternen. Doch es hilft nichts. Wenn ich wachsen will, muss ich da ran. Anders geht es nicht. Auch für die Sperrigen. Sperrangelweit. Ausgesperrt. Eingesperrt. Versperrt. Bewusstsein hilft mir bei Veränderung. Bewusstsein ist bereits Veränderung. Wie ich manche der inneren Blockierungen zu öffnen versuche, wie ich sie zu lösen versuche. Erfolgreich dabei bin. Oder erstmal Scheitere. Und wie sie sich vor mir verstecken. Schattenexistenz. Ich finde euch! Ich spüre euch auf! Das klingt ja alles seltsam. Das macht nichts. Und wenn ich mich auch sehr anstrengen muss, ich möchte weiter kommen. Wachsen. Werden. Und manches geht ja auch ganz leicht. Im eigentlichen und im übertragenen Sinne. Weißt Du, was ich meine? Sein. Lassen. Seinlassen. Loslassen. Der innere Zensor mischt sich dauernd ein, kritisiert. Das, was ich denke. Das, was ich schreibe. Das, was ich will. Das, was ich nicht will. Das, was ich tu. Das, was ich nicht tue. Quasselstrippe. Selbstgezüchtet sozusagen. Von anderen und mir. Guten Tag. Setz Dich doch. Geduldig bitte ich ihn an den Tisch. Erzähl doch mal, fordere ich ihn auf. Vor mir eine Leinwand, auf der Bilder flimmern. Manchmal fallen mir die Augen zu. Das ist die Angst. Zweifel. Wut. Oder Müdigkeit. Dabei bin ich doch wach! Sprich weiter, fordere ich ihn auf und beobachte die Farben, Formen und Worte. Es gehört alles zu mir. Manches kann ich wirklich mal loslassen, denke ich. Danke fürs Zeigen. Ich muss das hier aufschreiben. Das ist Teil des Experimentes. Da ist der Kritiker wieder. Klar, der hat ja zu allem und jedem eine Meinung. Ich sperr die Ohren auf. Und höre zu.

 

© mp

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